Interview

Kommt Tempo 30 in Obbürgen?

Der Stansstader Gemeinderat will auf dem Obbürger Abschnitt der Bürgenstockstrasse Tempo 30 einführen statt wie bis anhin Tempo 50. Der Kanton habe bis jetzt leider nichts unternommen, kritisierte Gemeindepräsident Beat Plüss.

Matthias Piazza
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Die Nidwaldner Kantonsingenieurin Stephanie von Samson nimmt in unserem Nachgefragt Stellung.

Stephanie von Samson, wo liegt das Problem bei der Umsetzung von Tempo 30?

Stephanie von Samson.

Stephanie von Samson.

Tempo 30 auf Kantonsstrassen kann man nicht einfach so einführen. Dafür braucht es gemäss Strassenverkehrsgesetz ein Gutachten. Die Gemeinde Stansstad stellte uns den Antrag, in der Gemeinde Obbürgen Tempo 30 einzuführen. An einer gemeinsamen Sitzung wurde diskutiert, ob dies das richtige Verkehrsregime ist. Aus diesem Grund wurde gemeinsam entschieden, der Beratungsstelle für Unfallverhütung einen Auftrag zu erteilen. Sobald das Gutachten vorliegt, werden wir mit der Gemeinde das weitere Vorgehen besprechen.

Wie steht der Kanton grundsätzlich zu diesem Begehren?

Solche Zonen sind insbesondere geeignet für Quartiere und Nebenstrassen und weniger für Durchfahrtsstrassen, welche die Funktion von Durchleiten und Verbinden haben. Ausnahmen können Abschnitte bilden mit Flaniermeilen- und Dorfcharakter, wie etwa in Stans, Stansstad oder Beckenried. Aber wir sperren uns nicht prinzipiell gegen Tempo 30 in Obbürgen und prüfen dies auch in Absprache mit der Kantonspolizei sehr seriös.

Wie sieht der Zeitplan aus heutiger Sicht aus?

Sobald uns der Bericht vorliegt, werden wir eine abschliessende Beurteilung voraussichtlich in diesem Frühjahr in Absprache mit der Kantonspolizei abgeben. Es ist in jedem Fall von baulichen Massnahmen auszugehen, die zusammen mit dem definitiven Strassendeckbelag umgesetzt werden.

Die Bürgenstockstrasse in Obbürgen. (Bild: Corinne Glanzmann (Obbürgen, 16. Januar 2019))

Die Bürgenstockstrasse in Obbürgen. (Bild: Corinne Glanzmann (Obbürgen, 16. Januar 2019))

Wohnen und Verkehr machen den Stansstadern Bauchweh

Zum zweiten Mal nach 2008 wollte der Gemeinderat wissen, wie es um die Zufriedenheit seiner Bürger steht. Gut schneidet die Gemeinde etwa punkto Naherholung und Kinderfreundlichkeit ab. Auch Wünsche tauchen auf.
Matthias Piazza