Leserbrief

«Das grenzt an Arbeitsverweigerung»

Leserbrief zur Abstimmung über die Entlastungsstrasse Stans West am 27. September.

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Das Schauspiel ohne Ende im Gemeindeteil Stans West zieht sich weiter hin. Aktuell stellt sich der kantonale Baudirektor quer und erreichte im Regierungsrat den Entscheid, dem Landrat zu beantragen, das Projekt nicht zu genehmigen. Damit wäre die bereits mehrmals gutgeheissene Entlastungsstrasse Stans-West auf Eis gelegt. Das grenzt an Arbeitsverweigerung, denn der Landrat hat Projekt und Linienführung bereits behördenverbindlich festgelegt und ebenso die Ausführung verlangt. Eigentlich demokratisch sehr unüblich, was jetzt passiert.

Die Interessengemeinschaft Entwicklungsgebiet Stans West (IG Stans West) wurde im Jahre 2011 ins Leben gerufen, um sich für eine zukunftsorientierte Westumfahrung von Stans einzusetzen. Sie war bei Bedarf im ständigen Kontakt mit Planern sowie kommunalen und kantonalen Behördenmitgliedern. Ein grosser Teil der Stanser Bevölkerung und auch der Landrat haben zwischenzeitlich in einem langen Planungsprozess erkannt, dass das Projekt Entlastungsstrasse Stans-West Potenzial aufweist und als Basisprojekt für das Gesamtverkehrskonzept gelten müsste. Das nun vorgeschobene Abwarten auf das Ergebnis des Gesamtverkehrskonzeptes wird im Ortsbereich Stans West keine neuen Würfe aufzeigen. Was fehlt, sind einzig die flankierenden Massnahmen im Zentrum sowie in den Peripherien Süd und Ost von Stans. Um diese festlegen zu können, benötigt man aber ein Basisprojekt. Und über dieses hat der Landrat schon lange entschieden.

Das Stoppen durch den Regierungsrat ist aus der Sicht der IG Stans West ein strategischer Fehler. Es ist zu hoffen, dass dies der Landrat an einer nächsten Sitzung mit klarem Ergebnis korrigiert.

René Jacomet, Stans, IG Stans West