KRANKHEIT: Norovirus lähmt Wohnheim in Stans

Neun Mitarbeiter und Bewohner des Wohnheims Nägeligasse in Stans sind am Norovirus erkrankt. Das bedeutet keine Besuche und keine Anlässe mehr.

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Blick auf das Wohnheim Nägeligasse. (Bild Corinne Glanzmann/Neue NZ)

Blick auf das Wohnheim Nägeligasse. (Bild Corinne Glanzmann/Neue NZ)

Verdacht auf Norovirus schöpfte die Heimleitung am Montag, weil ein Bewohner und eine Angestellte unter Durchfall litten. Beide gaben auch an, das normalerweise nicht zu kennen. Damit galt Alarmstufe. Gestern Morgen nun kam vom Labor der Befund: Die Magen-Darm-Infektionen sind auf das Norovirus zurückzuführen. Inzwischen sind bereits 4 von 120 Bewohnern und 5 von über 200 Angestellten betroffen.

Innert drei Stunden isoliert
«Wir haben sofort reagiert, innert drei Stunden das Haus mit den Betroffenen isoliert, überall im Haus Informationen aufgehängt, die Angehörigen und die Ärzte informiert und alle Anlässe abgesagt», erklärte gestern Heimleiter Jules Frey. Es kam den Angestellten zugute, dass sie im Umgang mit einem Norovirus-Befall erst letztes Jahr unter professioneller Leitung geschult wurden.

«Es finden keine Gottesdienste in der Kapelle statt, das Älpertreffen vom nächsten Montag ist ebenfalls abgesagt, das Restaurant Zum Briggli ist geschlossen», sagt Frey. «Wir hoffen, dass wir dank rigorosen Massnahmen die Situation schnell in den Griff bekommen und die Infektion bald abklingt.»
Das Norovirus ist hartnäckig. Die Krankheit äussert sich durch Erbrechen und starken Durchfall. Die akuten Beschwerden dauern zwei bis drei Tage. Ansteckungsgefahr besteht während der Erkrankung sowie bis zu zwei Tage nach dem Abklingen der Symptome. Es gelten strenge Regeln für Hygiene.

Markus von Rotz

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Nidwaldner Zeitung.