KRIMINALITÄT: Massiv mehr Einbrüche im Kanton Nidwalden

Im Kanton Nidwalden ist die Zahl der Einbrüche im Vergleich zum Vorjahr um 30 Prozent angestiegen. Trotzdem beurteilt die Polizei die Sicherheitslage im Kanton Nidwalden als «nach wie vor gut».

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Die Anzahl der Einbruchdiebstähle im Kanton Nidwalden stieg weiter an. (Symbolbild) (Bild: Keystone)

Die Anzahl der Einbruchdiebstähle im Kanton Nidwalden stieg weiter an. (Symbolbild) (Bild: Keystone)

Im Kanton Nidwalden sind im vergangenen Jahr 205 Einbrüche und Einschleichdiebstähle verübt worden, 47 mehr als im Vorjahr. Deshalb will die Polizei in diesem Jahr vermehrt gezielte Aktionen gegen Einbruchdiebstähle lancieren.

Insgesamt sind im Kanton Nidwalden 1726 Straftaten angezeigt worden, 9 Prozent mehr als im Vorjahr. 36 Prozent der Straftaten konnten aufgeklärt werden, was leicht über dem Schweizer Schnitt ist. 64 Prozent der Delikte sind Straftaten gegen das Vermögen.

Die Polizei stellte auch bei den Straftaten gegen die sexuelle Integrität eine starke Zunahme fest: Die Anzahl stieg von 9 im Vorjahr auf 45 im vergangenen Jahr an. Häufiger mussten die Nidwaldner Polizisten auch wegen häuslicher Gewalt ausrücken. Es gab 71 Einsätze (2013: 62).

Rückläufig waren die Verstösse im Zusammenhang mit Betäubungsmittel. Diese gingen von 213 auf 128 zurück. Die Zahl der Nötigungen ging von 15 auf 9 zurück und jene der Gewalt respektive Drohungen gegen Behörden und Beamte von 17 auf 12.

Eine Person fiel im Kanton Nidwalden im vergangenen Jahr einem Tötungsdelikt zum Opfer. Ein Jahr zuvor wurde niemand getötet. Die Körperverletzungsdelikte stiegen von 11 auf 16 Straftaten.

Von den 268 Tatverdächtigen besitzen 156 das Schweizer Bürgerrecht.

pd/rem/sda

Hinweis: Der ganze Jahresbericht kann auf www.nw.ch heruntergeladen werden.