Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

KRIMINALSTATISTIK: Polizei verzeichnet Verdoppelung der häuslichen Gewalt im Kanton Nidwalden

Im Jahr 2017 sind die Straftaten im Kanton Nidwalden um 8% gestiegen. Bei den Einbruchdiebstählen konnte eine Abnahme verzeichnet werden. Im Bereich häusliche Gewalt musste aber mehr als eine Verdoppelung der Straftaten registriert werden.
Die Schweiz kann die sogenannte Istanbul-Konvention ratifizieren. Diese soll helfen, Gewalt gegen Frauen und häusliche Gewalt europaweit auf einem vergleichbaren Standard zu bekämpfen. (Symbolbild) (Bild: KEYSTONE/LUIS BERG)

Die Schweiz kann die sogenannte Istanbul-Konvention ratifizieren. Diese soll helfen, Gewalt gegen Frauen und häusliche Gewalt europaweit auf einem vergleichbaren Standard zu bekämpfen. (Symbolbild) (Bild: KEYSTONE/LUIS BERG)

Die Nidwaldner Polizei hat am Montag ihre Kriminalstatistik für 2017 veröffentlicht. Insgesamt wurden 1479 Straftaten angezeigt, wovon 751 aufgeklärt wurden. Bei den 1221 Straftaten, die Tatbestände des Strafgesetzbuches betreffen, beträgt die Aufklärungsquote laut einer Medienmitteilung 41,5 Prozent – der schweizerische Durchschnitt liegt bei 36 Prozent.

Im Bereich der häuslichen Gewalt stiegen die Straftaten von 68 im Vorjahr auf 106. Im Vordergrund standen dabei einfache Körperverletzung, Tätlichkeit, Drohung, Beschimpfung und Nötigung. Ruedi Baumgartner, Leiter der Kriminalpolizei, führt das darauf zurück, dass mehr passiert, aber auch mehr gemeldet werde: «Man ruft schneller an und ist nicht mehr bereit, zu lange zuzuschauen.»

Verdoppelt hat sich mit 45 Fällen auch der Bereich Betrug. Vor allem Internetdelikte nähmen zu, so Baumgartner. «Jemand verkauft zum Beispiel etwas auf Ricardo oder Tutti mehrfach, ohne es anschliessend zu liefern», erwähnt er als Beispiel.

Zugenommen haben auch Straftaten gegen die sexuelle Integrität. Hier geht es zum Beispiel um Pornografie, wo die Polizei vor allem Informationen des Bundes erhalte. Zugenommen haben auch sexuelle Handlungen mit Kindern. Baumgartner sagt, dass auch hier die Hemmschwelle sinke, etwas zu melden.

Baumgartner betont auch, dass die Statistik alle Straftaten enthalte, welche die Polizei anzeigt. Es liege dann bei der Staatsanwaltschaft, ob ein Verfahren eingestellt oder der Fall weiterverfolgt werde. (mu)

Die Kriminalstatistik 2017 im Vergleich mit dem Jahr 2016. (Bild: Kantonspolizei Nidwalden)

Die Kriminalstatistik 2017 im Vergleich mit dem Jahr 2016. (Bild: Kantonspolizei Nidwalden)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.