Kritik an Verlegung von Nidwaldner Poststellen

Die geplante Zusammenlegung der Poststellen in Buochs und Ennetbürgen stösst bei der zuständigen Kommission für Poststellen auf Widerstand. Die Post habe keine Alternative geprüft, lautet der Vorwurf.

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Die Post will die Poststellen von Ennetbürgen und Buochs zusammenlegen. (Symbolbild Pius Amrein/Neue LZ)

Die Post will die Poststellen von Ennetbürgen und Buochs zusammenlegen. (Symbolbild Pius Amrein/Neue LZ)

An ihrer allerletzten Sitzung lehnt die ausserparlamentarische Kommission Poststellen (PostReg) in bern die geplante Zusammenlegung der beiden Poststellen Ennetbürgen und Buochs und die damit verbundene Verlegung aus beiden Dorfzentren ins Gewerbegebiet Nähseydi ab.

«Die Post hat den Dialog mit der Gemeinde nicht ordentlich durchgeführt», teilte die PostReg am Donnerstag mit. In Ennetbürgen habe sie keine Alternativen zur Zusammenlegung der genannten Poststellen geprüft und der Gemeinde nicht genügend Gelegenheit gegeben, Varianten zu diskutieren.

Transparenz geschaffen

Die Aufgabe der PostReg bestand darin, Entscheide der Schweizerischen Post zu Schliessung oder Verlegung von Poststellen auf Antrag der zuständigen Gemeindebehörde im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben zu überprüfen und eine Empfehlung abzugeben.

Seit der Einsetzung 2004 behandelte die Kommission 59 Eingaben von Gemeinden. In sieben Fällen gab sie ablehnende Empfehlungen zu den Entscheiden der Post ab, vier Entscheide stellte sie zu weiteren Abklärungen zurück.

Die Aufgaben der PostReg übernimmt ab Oktober mit Inkrafttreten der neuen Postgesetzgebung die neue Regulationsbehörde PostCom.

sda/bep