Kündigung wird erst Monate später publik

Der Staatsanwalt für Wirtschaftsdelikte hat gekündigt, die neuen Stellen sind vakant – und die Regierungen loben die gute Zusammenarbeit.

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Der Staatsanwalt für Wirtschaftsdelikte in den Kantonen Obwalden, Nidwalden und Uri hat auf Ende Juni seine Kündigung eingereicht. Wie aus verschiedenen Dokumenten zu entnehmen ist, wurde seine Arbeit qualitativ und quantitativ als unzureichend beurteilt. Das Kündigungsschreiben kam im Dezember – wenige Tage nach einer entsprechenden Kritik der Rechtspflegekommission. Erstaunlich: Weder die Nidwaldner noch die Obwaldner Regierung hielt es für nötig, diesen überraschenden Abgang publik zu machen.

Erst auf Druck einer Motion hin ist nun ein Bericht erschienen, in dem die Turbulenzen am Rande thematisiert werden. Sind die Kantone ungewohnt wortkarg, um Schwachstellen im Justizapparat zu verdecken? «Das war eine normale Kündigung – so etwas kommt immer wieder vor», sagt der Nidwaldner Justizdirektor Alois Bissig. Ähnlich sieht es seine Obwaldner Amtskollegin Esther Gasser: «Von einem Verschweigen von Turbulenzen kann keine Rede sein.»

Adrian Venetz

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Nidwaldner Zeitung, in der Neuen Obwaldner Zeitung und in der Neuen Urner Zeitung.