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Kunden und Marktmacht

Martin Uebelhart schreit in seinem «Blitzlicht »über die eher trägen Konsumenten.
Martin Uebelhart
Martin Uebelhart.

Martin Uebelhart.

Nun sind sie dann wohl bald aus den Regalen verschwunden: die letzten 0,5-Liter-PET-Flaschen von Coca-Cola und Co. Neu bietet man der Kundschaft, die auf die süsse Brause steht, Fläschchen mit einem Inhalt von 450 Millilitern an. Nicht geschraubt hat die Herstellerfirma im Gegensatz zur Flaschengrösse am Preis. Der bleibt unverändert.

Glaubt man Coca-Cola, hat die Verkleinerung der Flasche unter anderem mit den Kosten der Produktion in der Schweiz zu tun, und zudem sei sie ein Kundenbedürfnis. Dass die kleinere Flasche für unterwegs besser in Handtaschen und Rücksäcke passt, mag ja sein. Die damit verbundene Preiserhöhung von rund 11 Prozent ist dann aber wohl eher weniger ein Kundenbedürfnis.

Mich erstaunt es immer wieder, dass Konsumenten nicht mehr von ihrer Marktmacht Gebrauch machen, sich gegen solche Vorgehensweisen von Unternehmen zu wehren. Im Beispiel der Cola-Fläschchen: Wenn nur jeder Zweite zwei, drei Monate nicht zugreift, dürfte der Hersteller das bestimmt spüren – und vielleicht die Ausgangslage noch einmal überdenken.

Doch ein Boykott scheint, wenn man den Abräumungsgrad der entsprechenden Regale in den Geschäften beobachtet, nicht stattzufinden. Und nicht nur in diesem Fall. Zwar wurde in den einschlägigen Kommentarspalten tüchtig verbal auf den Putz gehauen. Doch letztlich nimmt das Gros der Konsumenten solche Aktionen offenbar einfach achselzuckend hin.

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