KUNST: Nidwaldner Museum erhält Dauerleihgabe von Frey-Näpflin-Stiftung

Das Nidwaldner Museum erhält einen Teil der Privatsammlung der Frey-Näpflin-Stiftung als Dauerleihgabe. Das eigentliche Juwel ist die Gemäldeserie der zwölf Apostel mit Christus aus der Werkstatt des Barock-Malers Peter Paul Rubens. Zudem wird ein neuer Kunstpreis lanciert.

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Ausstellungstechniker Thomas Odermatt hängt ein Bild für die kommende Ausstellung auf. (Bild: Matthias Piazza (Stans, 19. Januar 2017))

Ausstellungstechniker Thomas Odermatt hängt ein Bild für die kommende Ausstellung auf. (Bild: Matthias Piazza (Stans, 19. Januar 2017))

Die Privatsammlung umfasse zahlreiche Werke von «musealer Güte», wie das Nidwaldner Museum am Donnerstag mitteilte. Nebst flämischen, italienischen oder französischen Meistern vom frühen 16. bis ins 19. Jahrhundert seien auch Künstlerinnen und Künstler aus der Innerschweiz vertreten. Die Dauerleihgabe umfasst den Kernbestand der Privatsammlung.

Das Stifter-Ehepaar Ruth und Anton Frey-Näpflin trug während über 50 Jahren eine Sammlung an Gemälden, Skulpturen und kunstgewerblichen Objekten zusammen. Seit 2008 zeigte das im Stanser Industriequartier beheimatete und rein privat finanzierte Museum Frey-Näpflin auf zwei Stockwerken eine Dauerausstellung sowie Wechselausstellungen eigener Werke und Leihgaben.

Die Frey-Näpflin werde auch weiterhin eine eigenständige Tätigkeit ausüben, heisst es in der Mitteilung weiter. Zudem plant die Stiftung gemeinsam mit dem Kanton Nidwalden die Vergabe eines neuen Kunstpreises mit einer Ausstellung im Nidwaldner Museum. Details dazu sind laut Kuratorin Patrizia Keller noch nicht bekannt.

Anlässlich der Partnerschaft zwischen der Frey-Näpflin-Stiftung und dem Kanton Nidwalden richtet das Nidwaldner Museum im Winkelriedhaus eine Ausstellung aus (4. Februar bis 7. Mai, Eröffnung: 3. Februar, 18.30 Uhr). Unter dem Titel «Alte Meister» werden für die Dauer der Ausstellung sämtliche Werke, die als Dauerleihgabe Eingang in die Museumssammlung finden, der Öffentlichkeit präsentiert.

sda/zim