Leserbrief

Kunstrasen: Augen zu und durch?

Zum Leserbrief «Präsentation gefährdet Vorlage» in Sachen Sanierung des Sportplatzes Grossmatt in Hergiswil, Ausgabe vom 6. März

Peter Gysling, Hergiswil
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Ich kann die Beobachtungen von Ernst Mathis nur bestätigen. Nach meinem Dafürhalten haben erfreulich viele den Informationsabend zur Sportplatz-Sanierung «Grossmatt» besucht. Wohl deshalb, weil an der letzten Gemeindeversammlung das Sanierungskonzept vorerst einmal zurückgewiesen worden war. Bürger, die Fragen zu den Vor- und Nachteilen des vom Gemeinderat favorisierten Kunstrasens stellen wollten, und die dabei eine eingehendere Prüfung der jeweiligen Vor- und Nachteile eines Natur- beziehungsweise Kunstrasens gewünscht hatten, sind damals harsch abgeblockt worden. Deshalb hätte der Informationsabend nun Klärung bringen sollen. Dies aber war keineswegs der Fall! Es ist lediglich deutlich geworden, dass der Gemeinderat à tout prix die Installation eines Kunstrasens durchsetzen will.

In seinem Leserbrief schreibt Ernst Mathis, zum Schaden des Fussballclubs könne die einseitige Präsentation des Gemeinderates allenfalls gar die gesamte Sportplatz-Sanierung gefährden. Dies wäre zu bedauern! Ich denke, die Gemeindeführung wäre deshalb gut beraten, die Bürger mit einer sachlich neutraleren Präsentation über die Vor- und Nachteile eines Natur- beziehungsweise Kunstrasens zu informieren. Angesichts der hohen Emotionalität des Themas wäre es vielleicht gar angebracht, der Gemeindeversammlung zwei Varianten für die Sportplatz-Sanierung zu unterbreiten: eine mit der Installation eines Kunstrasens und eine zweite mit Optimierung des heutigen Naturrasens. Die Bürgerinnen und Bürger, die dereinst über das Projekt befinden müssen, haben ein Anrecht, auf saubere Art und Weise informiert und überzeugt zu werden.