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Nidwaldner in verwunschenem Garten in Sins

Drei Veranstalter haben zehn Künstler aus der Zentralschweiz an einen ungewöhnlichen Ausstellungsort eingeladen. Daneben gibt es Musik und Literatur.
Die drei Initianten der Ausstellung (von links): Beat O. Iten, Annemie Lieder und Urs Sibler. (Bild: Stefan Kaiser (Sins, 12. Juni 2018))

Die drei Initianten der Ausstellung (von links): Beat O. Iten, Annemie Lieder und Urs Sibler. (Bild: Stefan Kaiser (Sins, 12. Juni 2018))

Obwohl sich das alte Häuschen von Annemie Lieder und Beat O. Iten mitten im Dorfkern von Sins befindet, liegt es versteckt hinter einem Bauernhaus. Schon auf dem Zubringerweg fällt der üppige Garten auf. Bevor sie ihn betreten, stossen die Besucher schon auf die ersten Objekte der Kunstausstellung, die am Samstag eröffnet wird. Den Zaun des benachbarten Hühnerhofes hat die Stanser Künstlerin Barbara Gut mit einer mystischen Installation bestückt, bei der es allerhand zu sehen gibt, beispielsweise Zöpfe, Hände, Masken, Tiere, Sterne und Blumen aus Blech. «Jedes Mal, wenn ich hier vorbei laufe, entdecke ich etwas Anderes», sagt Annemie Lieder.

Im Innern des Hauses und im Garten zwischen lauschigen Plätzen, Teichen, Bäumen, Pflanzen und Blumen sind Plastiken und Objekte von zehn Zentralschweizer Künstlern aufgestellt.

Säulen und Installationen

Inmitten der grünen Umgebung fallen sofort die drei mannshohen Bronzefiguren des Luzerners Paul Louis Meier auf. Und wer den Garten betritt, stösst bald auf die eigenwilligen Gestalten von Johanna Wüest-Peter. Sie befinden sich, garniert mit textilen Elementen, in Bildstöcken aus Eisen und erinnern mit ihren dunklen Köpfen an schwarze Madonnen. Eine Auswahl ihres plastischen Schaffens zeigt Katrin Zuzáková. Da gibt es Figuren aus Bronze sowie hölzerne Vögel auf Ständern. Die eisernen Säulen zwischen den Blumen und Pflanzen erinnern an die Künstlerin Gertrud Guyer Wyrsch (1920-2013). Ebenso finden sich Plastiken von Bruno Scheuermeier (1940-2017), der lange in Zug lebte.

Das abstrakte Holzobjekt des ehemaligen Zugers Norbert Stocker an der Hauswand passt farblich bestens dorthin. Unter dem Dach ist eine herabrieselnde blaue Installation der Aargauerin Sadhyo Niederberger. Der Stanser Rochus Lussi hat ein Feld mit dicken, roten Dornen aus Eichenholz auf dem grauen Kies des Parkplatzes ausgebreitet. Und wer nicht aufpasst, stolpert über den grünen «Buchstabirrenwegderminute» des Stansers Heini Gut. Die Liegenschaft an der Kirchstrasse ist seit 15 Jahren im Besitz von Annemie Lieder. Und sie weiss, dass sie im ersten Schulhaus von Sins aus dem Jahre 1807 lebt. Vor allem der Garten ist ihr Paradies, worin sie spürbar viel Herzblut investiert. Sie kennt alle Blumen und Pflanzen.

Die Idee zu diesem Kunstprojekt kam dort vor eineinhalb Jahren bei einem Essen, an dem sie, der Zuger Galerist Beat O. Iten und als Gast Urs Sibler teilnahmen. Inspiriert von dem schönen Garten schlug Sibler vor, ihn einen Sommer lang als Ausstellungsort zu nutzen. «Alle Künstler, die wir kontaktierten, zeigten sich interessiert», sagte Annemie Lieder. Und weil im Häuschen kurzfristig die untere Wohnung frei geworden ist, werden dort in zwei Räumen zusätzlich kleinere Objekte und Werke ausgestellt.Nun sind die drei Initianten, die ehrenamtlich als Kuratoren wirken, ganz gespannt auf die Resonanz des Publikums. Wichtig ist Annemie Lieder, dass der Einritt und alle Veranstaltungen des Rahmenprogramms gratis sind. Dieses findet während der Ausstellungszeit jeden Mittwoch statt. Die Vernissage am Samstag von 16 bis 20 Uhr wird von Pascal Bruggisser, Akkordeon, und Christine Kessler, Saxophon, umrahmt. Urs Sibler sorgt um 17 Uhr für eine interessante Einführung.

Die Ausstellung an der Kirchstrasse 17, Sins, läuft vom 16. Juni bis 22. Juli. Öffnungszeiten: Mi, Fr, Sa, So, 16 - 21 Uhr, mittwochs 19.30 Uhr Rahmenprogramm. Finissage am 22. Juli, 11 bis 15 Uhr.

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