Land wird nicht unter Bauern aufgeteilt

In Wolfenschiessen ist die Gründung einer Flurgenossenschaft gescheitert. Die Mehrheit der Grundeigentümer hat am Mittwochabend dem Projekt «Moderne Melioration Wolfenschiessen» eine Abfuhr erteilt.

Drucken
Teilen
Ein unbewachter Bahnübergang in Wolfenschiessen. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue NZ)

Ein unbewachter Bahnübergang in Wolfenschiessen. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue NZ)

Der Gemeinderat hatte das Projekt «Moderne Melioration» angestrebt, weil anstehende Infrastrukturprojekte (die Schliessung von Bahnübergängen, ein Hochwasserschutz und ein geplantes Wasserkraftwerk) eine Neuordnung der landwirtschaftlich genutzten Fläche erfordern.

Um eine Melioration - das heisst: die Neuzuteilung der Fläche und den Bau neuer Güter- und Erschliessungswege - durchführen zu können, hätte eine so genannte Flurgenossenschaft gegründet werden müssen.

Nun lehnte die Mehrheit der 92 Grundeigentümer die Gründung einer solchen Flurgenossenschaft ab. Laut Medienmitteilung der Nidwaldner Staatskanzlei vom Donnerstag zeigten sich die Grundeigentümer vor allem bezüglich einer Neunutzung der Flächen skeptisch. Das Projekt «Moderne Melioration» wird nun nicht weiterverfolgt.

Ohne «Moderne Melioration» müssten nun die für die Realisierung der Infrastrukturprojekte nötigen Landflächen einzeln erworben werden, heisst es in der Mitteilung weiter. Dadurch werde es schwierig, für die am stärksten betroffenen Grundeigentümer sinnvolles Realersatzland zu beschaffen.

sda