LANDRAT: Finanzielle Unterstützung für Leistungssportler

Der Kanton Nidwalden soll nicht nur den Breitensport, sondern auch den Leistungssport fördern. Der Landrat hat am Mittwoch eine entsprechende Motion teilweise gutgeheissen. Die Mittel für die Kultur werden im Gegenzug gekürzt.

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Leistungssportler wie der Stanser Biathlet Ivan Joller sollen zukünftig auch vom Kanton unterstützt werden. (Bild: Keystone)

Leistungssportler wie der Stanser Biathlet Ivan Joller sollen zukünftig auch vom Kanton unterstützt werden. (Bild: Keystone)

Gemäss den Beschlüssen des Parlamentes sollen künftig mehr Lotteriefonds-Mittel dem Sport- und weniger dem Kulturfonds sowie den frei verfügbaren Mitteln zugeteilt werden.

Konkret wird der finanzielle Anteil des Sportfonds von 20 auf 30 Prozent erhöht. Der Anteil des Kulturfonds sinkt von 40 auf 35 Prozent, der der frei verfügbaren Mittel von 15 auf 10 Prozent. Der Denkmalpflegefonds wird nicht angetastet.

Laut Motionär Philippe Banz (FDP, Hergiswil) braucht der Leistungssport mehr finanzielle Mittel. Die meisten Leistungssportler lebten am Existenzminimum, erklärte er.

Die Forderung von Banz wurde im Grundsatz nur von wenigen bestritten. Zur Zeit wären in Nidwalden sieben Leistungssportler förderungswürdig.

Er wurde von der vorberatenden Kommission unterstützt, die mit ihm einig geht, dass nicht nur der Breitensport, sondern auch der Leistungssport gefördert werden sollte, wie ihr Sprecher Tobias Käslin (FDP, Beckenried) sagte.

Umstritten war im Parlament, ob die stärkere Förderung des Sports nur zu Lasten der frei verfügbaren Mittel oder auch zu Lasten der Kultur realisiert werden sollte. Niklaus Reinhard (FDP, Hergiswil) unterlag aber mit seinem Antrag, die Kultur zu verschonen, mit 33 zu 22 Stimmen.

Der Motionär hatte ursprünglich gefordert, den Sportfonds allein zu Lasten des Kulturfonds zu erhöhen. Der Regierungsrat konnte aber erfolgreich darlegen, dass dies den Kulturbetrieb zu stark schwächen würde. Das Parlament stimmte schliesslich seinem Kompromissvorschlag mit 45 zu 6 Stimmen zu.

In der Schlussabstimmung überwies der Landrat die Motion teilweise mit 41 zu 6 Stimmen. (sda)