LANDRAT: Keine Fachstelle für den Bikesport in Nidwalden

Biker müssen sich im Kanton Nidwalden ohne Hilfe einer Fachstelle abstrampeln. Der Landrat hat ein Postulat zweier Landratsmitglieder mit 37 zu 16 Stimmen abgelehnt.

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Ein Biker unterwegs in Nidwalden. (Bild: Christian Perret)

Ein Biker unterwegs in Nidwalden. (Bild: Christian Perret)

Alice Zimmermann (CVP, Emmetten) und Urs Müller (SVP, Emmetten) begründeten ihren Vorstoss damit, dass das Velofahren zu den beliebtesten Sportarten gehöre. Verschiedene Kantone - etwa Uri, Tessin, und Graubünden - hätten erfolgreich Wegnetze aufgebaut und Fachstellen eingerichtet.

In Nidwalden ist nach Ansicht der beiden Vorstössern die Situation für die Biker unbefriedigend. Der Bikesport werde aber immer wichtiger, sagte Müller.

Die kantonale Fachstelle soll nach Ansicht der Vorstösser den Touristikern und Bikern beratend zur Seite stehen. Praktischerweise könnte sie der Fachstelle Wanderwege angeschlossen werden.

Geld und Gesetzesgrundlage fehlen

Der Regierungsrat und der Landrat teilten zwar die Einschätzung der Postulanten, dass der Bikesport förderungswürdig sei. Aus finanziellen Gründen sprachen sie sich aber gegen die Einrichtung einer Bikefachstelle aus.

Der Biketourismus habe Potential, sagte Armin Odermatt (SVP, Büren) namens der vorberatenden Kommission. Es fehle aber im Gegensatz zum Wandern eine gesetzliche Grundlage für die Einrichtung einer Stelle für den Bikesport.

Auch die Ratslinke lehnte den Vorstoss ab. Rochus Odermatt (Grüne/SP, Stans) sagte, eine solche Fachstelle sei ein luxuriöses "Nice-to-have". Wichtiger als ein Mountain-Bike-Netz sei, dass Nidwalden endlich das normale Radnetz realisiere.

Stefan Hurschler (CVP, Oberdorf) dagegen unterstützte den Vorstoss. Es sei zu einfach, dem Anliegen nur aus finanziellen Gründen nicht Folge zu leisten. Joseph Niederberger (CVP, Oberdorf) sagte, ein Biker sei auch Tourist, der in Restaurants und Hotels konsumiere. (sda)