LANDRAT NIDWALDEN: Bildungsgutscheine noch nicht vom Tisch

Nidwalden hat die Berufsbildung neu geregelt. Private Übergangslösungen nach dem 9. Schuljahr will der Kanton nicht vergüten.

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Sprachaufenthalte als Übergangslösung sind beliebt. (Bild Werner Schelbert/Neue NZ)

Sprachaufenthalte als Übergangslösung sind beliebt. (Bild Werner Schelbert/Neue NZ)

Mit dem total revidierten Berufsbildungsgesetz (BBG) passt sich der Kanton Nidwalden dem BBG des Bundes an, welches 2004 verabschiedet worden ist. Darin wird unter anderem vorgeschrieben, dass der Kanton mit Brückenangeboten Jugendliche fördern soll, die nach der obligatorischen Schulzeit Mühe bekunden, eine Lehrstelle zu finden. In Nidwalden existieren solche Brückenangebote bereits.

An der Sitzung vom Mittwoch hat der Landrat mit dem Ja zum neuen Berufsbildungsgesetz auch ein Postulat von Landrat Ruedi Waser (FDP, Hergiswil) abgeschrieben. Darin hatte Waser angeregt, die Einführung von Bildungsgutscheinen zu prüfen. Damit sollte es möglich sein, nachträglich vom Kanton Beiträge zu erhalten. Nach Wasers Angaben nutzen etwa 10 Prozent der Schulabgänger kantonale Brückenangebote. Weitere 10 Prozent suchten nach privaten Übergangslösungen wie beispielsweise Sprachaufenthalte. «Diese Jugendlichen müssen ihr Übergangsjahr selber berappen.» 

Ruedi Waser sagte, er sei unzufrieden, wie die Regierung sein im März 2004 vom Landrat gutgeheissenes Begehren behandelt habe. Gegenüber der Neuen Urner Zeitung kündigte er an, nochmals ein Postulat einzureichen und darauf hinzuweisen, in welchem Gesetz die Bildungsgutscheine Eingang finden sollten, nämlich im Bildungsgesetz.

Geri Wyss