Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

LANDRAT NIDWALDEN: Kein Variantenvergleich für Stanser Umfahrungsstrasse

Der Nidwaldner Regierungsrat kann eine Entlastungsstrasse in Stans-West planen, er soll aber keinen Variantenvergleich anstellen. Der Landrat hat am Mittwoch einen Planungskredit mit 27 zu 24 Stimmen gekürzt.
Stans-West: Hier soll die geplante Umfahrung durchgehen. (Bild Corinne Glanzmann)

Stans-West: Hier soll die geplante Umfahrung durchgehen. (Bild Corinne Glanzmann)

Der Landrat sprach in der Schlussabstimmung einen Planungskredit von 560'000 Franken Franken für eine Entlastungsstrasse in Stans-West mit 36 zu 15 Stimmen gut. Damit wurde das notwendige Zwei-Drittels-Mehr von 36 Stimmen gerade noch erreicht.

Der Regierungsrat hatte für die Planung 680'000 Franken beantragt. Mit den zusätzlichen 120'000 Franken hätte ein Variantenvergleich angestellt werden sollen.

Das Strassenprojekt dürfte mehr als fünf Millionen Franken kosten und muss vom Volk genehmigt werden. Regierungsrat Hans Wicki sagte, es brauche deswegen einen Variantenvergleich. Das Volk müsse überzeugt werden, dass die richtige Lösung gewählt worden sei. Erfolgreiche Politik müsse transparent und offen sein.

Nur die Ratslinke und die Mehrheit der FDP unterstützten aber dieses Vorgehen. SVP und CVP sprachen sich dagegen mehrheitlich für eine Kürzung des Kredites aus.

Der Kürzungsantrag wurde von der vorberatenden Baukommission gestellt. Deren Sprecher René Wallimann (CVP) sagte, auf einen Variantenvergleich könne verzichtet werden, weil die Linienführung bereits im Richtplan festgelegt sei.

Andere Votanten warfen dem Regierungsrat ein doppeltes Spiel vor. Dieser wolle mit dem Variantenvergleich eine andere, vom Landrat und von Anwohnern nicht erwünschte Strassenführung durchdrücken.

Der Baudirektor verstand den Widerstand gegen einen Variantenvergleich nicht. Es gebe noch viele offene Fragen. Er warnte davor, das Projekt durch eine Kürzung des Planungskredites schon am Anfang zu versenken.

Kreisel-Projekt kann geplant werden

Der Landrat Nidwalden sprach sich zudem dafür aus, die Verkehrssicherheit auf der Kantonsstrasse zwischen Oberdorf und Dallenwil zu verbessern, dort einen neuen Kreisel zu realisieren und einen Bahnübergang zu verschieben. Er genehmigte mit 46 zu 5 Stimmen einen Planungskredit von 250'000 Franken.

Das Nidwaldner Parlament hatte das Geschäft bereits im April andiskutiert. Wegen Kritik an den Kosten und am Landbedarf sowie wegen der fortgeschrittenen Zeit unterbrach es die Diskussion und führte diese am Mittwoch weiter.

Die vorberatende Baukommission beantragte dem Landrat erneut, die Vorlage gutzuheissen. Es habe keine neue Erkenntnisse gegeben, sagte Kommissionssprecher Armin Odermatt (SVP). Baudirektor Hans Wicki sagte, die vorgeschlagene Lösung sei weitsichtig.

Kritik am Projekt hatte es vorab von der FDP gegeben. Sepp Durrer (FDP) sagte, der Kreisel sei teuer. Seine Fraktion sei nicht "Feuer und Flamme" für diese Lösung, sie stimme aber wegen der Sicherheit mehrheitlich zu.

Vorgesehen ist, die Kantonsstrasse und die einmündende Bürenstrasse mit einem Kreisel zu verbinden. Ein vierter Arm verlässt den Kreisel, quert die Zentralbahn und mündet in die parallel zur Bahn verlaufende die Dallenwilerstrassse. Gleichzeitig soll ein Bahnübergang weiter nördlich im Gebiet Allmend aufgehoben werden. (sda)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.