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LANDRAT: Nidwalden zahlt etwas weniger an öffentlichen Regionalverkehr

Nidwalden steuert in den nächsten zwei Jahren etwas weniger Geld bei für die ungedeckten Kosten des Regionalverkehrs. Der Landrat hat am Mittwoch den Kredit von 14,4 Millionen Franken einstimmig genehmigt. Eine Erhöhung des Kredits fand dagegen keine Mehrheit.
Ein Postauto macht auf der Hauptstrasse beim Quartier Hansmatt in Stans kehrt. (Bild: Corrinne Glanzmann)

Ein Postauto macht auf der Hauptstrasse beim Quartier Hansmatt in Stans kehrt. (Bild: Corrinne Glanzmann)

Das öV-Angebot im Kanton Nidwalden ist geprägt durch die Hauptachse der Zentralbahn (zb) zwischen Luzern und Engelberg. Die wichtigsten Siedlungsgebiete der Gemeinden ausserhalb dieser Achse werden mit Buslinien an die Hauptachse angeschlossen.

Das Angebot wurde in den letzten Jahren kontinuierlich ausgebaut: Zwischen 2003 und 2016 stieg die Zahl der Kurskilometer bei der Bahn um sechs Prozent, beim Bus um 43 Prozent. Entsprechend stiegen auch die Abgeltungen auf Seiten des Kantons kontinuierlich bis 2012.

In der Folge stabilisierte sich der Betrag, seit 2013 galt der Kanton die Leistungen im öffentlichen Verkehr jeweils jährlich mit rund 7,4 Millionen Franken ab ohne Abbau des Angebots. Der Kostendeckungsgrad für sämtliche finanzierten Verkehrsmittel, neben Bahn und Bus auch Schiffe und Luftseilbahnen, lag 2016 mit 46,5 Prozent auf dem tiefsten Stand seit zehn Jahren.

"Kann nichts mit dem Geld anfangen"

FDP-Sprecher Klaus Waser gab zu Bedenken, dass ein Grossteil des Wachstums beim öffentlichen Verkehr auf den Tourismus zurückzuführen sei. Daher gelte es, sich auch mit den Nachbarkantonen über die künftige Finanzierung zu unterhalten. SVP-Fraktionssprecher Peter Waser forderte eine Verbesserung des Auslastungsgrades. Und es dürfe nicht sein, dass der Bahnverkehr gegenüber dem Bus bevorzugt werde.

Ein Antrag von Thomas Wallimann (Grüne) zur Erhöhung des Kredits um 150'000 Franken zur Verbesserung des Angebots fand keine Mehrheit. Er hatte bemängelt, dass etwa die Seegemeinden mit dem Fahrplan 2014 nicht etwa bessergestellt wurden und es teilweise lange Wartezeiten für Pendler in Luzern gebe. Regierungsrat Josef Niederberger sagte, er wisse nicht, was er mit dem zusätzlichen Geld anfangen sollte.

Neue Angebote

Im Zusammenhang mit Rahmenkredit für 2018 und 2019 prüft die Baudirektion auch das Angebot des öffentlichen Verkehrs. Neben den bestehenden Verbindungen soll zusätzlich eine S-Bahn-Verbindung am frühen Morgen ab Wolfenschiessen bestellt werden und drei zusätzliche Kurspaare auf der Buslinie Wolfenschiessen-Oberrickenbach. Nicht realisiert werden kann eine Verlängerung der Buslinie Bürgenstock-Ennetbürgen wegen fehlender Zustimmung der Strasseneigentümer.

Bereits ausgebaut wurde die Buslinie Stansstad-Obbürgen-Bürgenstock - von zehn respektive sechs auf jeweils 20 Kurspaare. Damit sinkt der Kostendeckungsgrad der Linie von 16,9 auf 10 Prozent, was dazu führt, dass sich der Bund nicht mehr vollumfänglich an der Linie beteiligen wird. (sda)

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