LANDRAT NW: Nidwalden beschränkt die Baulandhortung

Im Kanton Nidwalden soll Bauland nicht mehr gehortet werden. Dies hat der Landrat am Mittwoch beschlossen, als er das totalrevidierte Baugesetz behandelte.

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Das Bauen gibt zu reden. Blick auf eine Baustelle in Ennetbürgen. (Bild: Archiv Corinne Glanzmann / Neue NZ)

Das Bauen gibt zu reden. Blick auf eine Baustelle in Ennetbürgen. (Bild: Archiv Corinne Glanzmann / Neue NZ)

Eine letzte Totalrevision des Planungs- und Baugesetzes war 2008 am Nein der Stimmberechtigten gescheitert. Baudirektor Hans Wicki betonte im Rat, dass das neue Gesetz mehrheitlich von Anwendern und nicht von der Verwaltung erarbeitet worden sei.

Das Gesetz sei mit 180 Artikeln schlank, sagte Wicki. Es ermögliche auch einen haushälterische Bodennutzung und gehe gegen Baulandhortung vor.

Das Gesetz legt fest, dass zusammenhängendes Bauland von über 3000 Quadratmeter Fläche innerhalb von zehn Jahren nach der Einzonung überbaut werden muss. Sonst wird es bei der nächsten Zonenplanrevision wieder der Nichtbauzone zugewiesen.

Josef Barmettler (CVP, Buochs) hielt nichts von einer solchen Regelung. Er befürchtete, dass damit die Baulandpreise in die Höhe klettern könnten. Familien könnten dann kaum mehr ein Eigenheim erwerben.

Max Achermann (FDP, Stans) widersprach. Die Gemeinden müssten agieren können, um sich zu entwickeln. Wenn ein Eigentümer nicht bauen wolle, dann solle ein anderer die Gelegenheit erhalten.

Baudirektor Wicki verwies ferner auf das neue Raumplanungsgesetz der Schweiz, das Baulandhortung verhindern wolle. Das Parlament beliess mit 36 zu 17 Stimmen den Artikel gegen Baulandhortung im Gesetz.

Der Landrat führt die Debatte am Nachmittag weiter. (sda)