LANDRAT: Sanierung des Kantonsspitals aufgegleist

Die Bauten des Kantonsspital Nidwal­dens müssen erneuert werden. Das Ambulatorium und der Notfall sollen vergrössert werden, die Ärzte erhalten mehr Arbeitsplätze und die Privatstation wird attraktiver.

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Das Kantonsspital Nidwalden. (Archivbild Beat Christen/Neue NZ)

Das Kantonsspital Nidwalden. (Archivbild Beat Christen/Neue NZ)

Der Landrat hat am Mittwoch den Projektierungskredit über 350 000 Franken mit 44 zu 6 Stimmen gutgeheissen. Wenn Nidwalden über ein gut funktionierendes und konkurrenzfähiges Spital verfügen soll, seien die baulichen Massnahmen unumgänglich, sagte Regierungsrätin Lisbeth Gabriel.

Kritik kam von der SVP. Es gebe beim Kantonsspital zu viele ungelöste strukturelle Fragen, sagte der Fraktionssprecher. Mit den baulichen Massnahmen sei deshalb zuzuwarten. Die SVP lehne den Projektierungskredit ab.

Privatpatienten zurückholen
Massnahmen sind etwa im vierten Stock in der Privatstation vorgesehen. Ein Ziel ist es, bei dieser Patientengruppe Marktanteile zurückzugewinnen, denn viele Privat- und Halbprivatpatienten lassen sich ausserkantonal behandeln.

Weil die Wäscherei ausgelagert worden ist, stehen im Untergeschoss Flächen frei. Dort könnte die Apotheke und das Labor angesiedelt werden. Die frei werdenden Flächen im Erdgeschoss stehen dann für Erweiterungen zur Verfügung.

Der Notfall wird erweitert
Die Ärzte haben heute zu wenig Arbeitsplätze zur Verfügung. Auch nach dem Ausbau werden die Oberärzte aber keine Einzelbüros haben. 

Das Spital hat zudem nicht genügend Untersuchungs- und Ambulatoriumsräume. Der Notfall wird erweitert. Ferner ist ein Pavillon für Büros vorgesehen. Auch das Personalhaus 2 muss saniert werden.

Fischaufstieg im Aawasser
Der Landrat stimmte ferner einem Fischaufstieg beim sogenannten Ambauenwehr in Buochs zu. Die Kosten belaufen sich auf 425 000 Franken. Die Nettokosten für den Kanton betragen 160 000 Franken. Den Rest zahlen Wehrinhaber und Bund.

Das bestehende Wehr verhindert die freie Fischwanderung im Aawasser. Der Eigentümer will an seinem Recht, die Wasserkraft für die Stromproduktion zu nutzen, festhalten. Die Aa war dort von alters her für den Betrieb einer Säge genutzt worden.

sda