LANDRAT: SVP Nidwalden bekämpft Wahlfreiheit

Die Nidwaldner Gemeinden sollen selbst entscheiden können, wie sie für die Kinder den Einstieg in die Schule gestalten. Dies hat der Landrat in zweiter Lesung mit 42 zu 12 Stimmen beschlossen. Die SVP will das Referendum ergreifen.

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Die SVP will am traditionellen Kindergarten festhalten (Symbolbild). (Bild: Keystone)

Die SVP will am traditionellen Kindergarten festhalten (Symbolbild). (Bild: Keystone)

Peter Wyss (SVP) sagte, Nidwalden solle am bewährten traditionellen Kindergarten festhalten. Der Beschluss vom Landrat sei eine Zwängerei. Er begründete die Haltung der SVP auch mit dem Nein der Stimmberechtigten zum Harmos-Konkordat. Dieses dürfe nun nicht durch die Hintertür eingeführt werden.

Die Mehrheit des Landrates fand aber, dass die Gemeinden selbst sollen entscheiden können, ob sie für den Schuleintritt einen Kindergarten, eine Grundstufe oder eine Basisstufe führen wollen. Die Gemeinden erhielten damit mehr Spielraum, um ihren Schulbetrieb aufrecht zu halten.

Wie die SVP, so hatte auch der Regierungsrat sich gegen die Wahlfreiheit und für den traditionellen Kindergarten ausgesprochen. Nidwalden sei für verschiedene Modelle zu klein, lautete die Begründung. (sda)