LANDRATSWAHLEN: Für Politologe war der Entscheid absehbar

Die Nidwaldner müssen das Wahlver­fahren für den Landrat umkrempeln. Sie befinden sich damit in guter Gesellschaft.

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Andreas Ladner. (Bild pd)

Andreas Ladner. (Bild pd)

Das Eidgenössische Bundesgericht hat eine Klage der Grünen Nidwalden, wonach das Wahlprozedere für den Landrat ungerecht und verfassungswidrig ist, Recht gegeben. Dies kommt für den Politologen Andreas Ladner nicht überraschend. «Diese Problematik stellt sich auch in einer ganzen Reihe von anderen Kantonen», sagt er im Interview. Und andernorts seien entsprechende Reformen bereits durchgeführt worden. Es sei so etwas wie ein Trend feststellbar, was auch der Blick auf umliegende Kantone von Nidwalden beweist.

Für Ladner ist das Urteil der Lausanner Richter durchaus nachvollziehbar. «Bei einem Wahlsystem, bei dem sich politisch nicht alle Parteien angemessen ausdrücken können, kann man aus demokratischer Sicht schon eine gewisse Kritik anbringen», sagt er. Die Regierung will ihre nächste Sitzung abwarten, bevor sie sich zum Urteil äussert.

Oliver Mattmann

Das ausführliche Interview mit Andreas Ladner lesen Sie am Freitag in der Neuen Nidwaldner Zeitung.