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LANDRATSWAHLEN: Stans: Intakte Chancen für die Neuen

Im Hauptort Stans haben neue Kandidaten gute Chancen auf ein Landratsmandat: Vier von zwölf Sitzen werden frei. Ob die FDP stärkste Partei bleibt?
Markus von Rotz

2010 holten die SVP und die FDP in Stans mächtig auf. Die SVP überholte mit 22 Prozent Parteistärke die CVP, die FDP verteidigte mit neu 26 (vorher 23) Prozent die Spitzenposition erfolgreich beziehungsweise löste die Grünen an der Spitze ab, die damit am meisten bluten mussten, unter 20 Prozent Parteistärke fielen und einen von bisher drei Sitzen abgeben mussten. Sitzmässig blieb es damals in Stans sonst sehr stabil: Alle anderen Parteien verteidigten ihre Sitze, die SP den einzigen im Kanton.

36 Kandidaten

Nicht weniger als 36 Kandidaten, viel mehr als in den anderen Gemeinden, darunter elf Frauen, treten am 23. März an. Neue haben in Stans die besseren Chancen als im übrigen Kanton, weil vier der zwölf Sitze frei geworden sind, da Bisherige nicht mehr antreten. Pro verfügbaren Sitz kandidieren im Hauptort genau drei Personen, gleich viele wie in Beckenried. Den Spitzenwert mit 3,5 Kandidaten pro Sitz nimmt Emmetten ein.

Offensive der Linken

Nicht zuletzt wegen des neuen Wahlverfahrens nach Pukelsheim gehen die Grünen und die SP in Stans in die Offensive. Ihre Kandidatenliste ist länger als 2010. Trotz ihres Rückschlags vor vier Jahren sind die Grünen in keiner Gemeinde so stark wie in Stans. Und weil mit dem Pukelsheim die Stimmen im ganzen Kanton massgebend sind für die Sitzverteilung, obwohl die Gemeinden Wahlkreise bleiben, könnten in Stans geholte Stimmen den Linken mehr nützen als bisher. Rund die Hälfte der Kandidaten der Grünen und der SP kennt man schon von 2010.

Zwei Gemeinderäte

Auch die zwei Bisherigen Walter Odermatt (SVP) und Beatrice Richard-Ruf (FDP), beide Mitglieder des Gemeinderats, treten wieder an. Mit dabei ist auch der frühere Gemeinderat Peter Kaiser (CVP).

Zugpferd der CVP ist sicher der Bisherige Hanspeter Zimmermann, der vor vier Jahren das zweitbeste Ergebnis holte. Peter Kaisers Bekanntheitsgrad dürfte dieser Partei auch nützen.

Die FDP hat zwei ihrer Zugpferde von 2010, Paul Leuthold und Max Achermann, nicht mehr. Damals holte Beatrice Richard das viert-, Karl Tschopp das drittbeste Ergebnis. Sie gelten wohl auch 2014 als Spitzenkandidaten der sechsköpfigen FDP-Delegation. Richard holte damals von ihrer Partei deutlich am meisten Stimmen von fremden Listen.

Die Liste der Grünen dürfte von Regierungsratskandidat Conrad Wagner profitieren, der bereits 2010 das klar beste Ergebnis seiner Partei und am meisten Stimmen von fremden Listen holte. Die Partei kann vom Bekanntheitsgrad zweier bisheriger Ratsmitglieder zehren.

SP mit Jugend und Frauen

Schwierig ist die Ausgangslage mit einer Parteistärke von 11 Prozent für die SP. Sie versucht es mit Verstärkung der Juso und der mit zehn Kandidaten grössten Liste. Vier ihrer zehn Vorgeschlagenen sind Frauen. Einziger Bisheriger der SP ist Rochus Odermatt. Dass seine Partei stärkenmässig zu den Grünen (19,8) aufschliessen kann und er so einen Parteikollegen aus seiner Wohngemeinde im Landrat erhält, ist eher unrealistisch. Allerdings könnte ein zusätzlicher Sitz der SP im ganzen Kanton dank Pukelsheim dazu verhelfen.

Wacklig ist der dritte Sitz der SVP, welche diesen vor vier Jahren nur dank einem Restmandat holte (was es mit Pukelsheim nicht mehr gibt). Spitzenreiter der SVP dürfte erneut Walter Odermatt sein, der vor vier Jahren am meisten Fremdstimmen holte und von allen Stansern hinter Erich Amstutz (CVP) das zweitbeste Ergebnis holte. Keine Stimmen gab es 2014 für ihn von der SP. Schwierig sind die Chancen von Peter Wyss einzuschätzen: Der frühere Kantonalpräsident hat vor vier Jahren nur den zweitletzten Platz geholt und erst noch am wenigsten Stimmen von anderen Parteien – das war damals noch in Stansstad, jetzt ist er ja nach Stans umgezogen.

CVP, FDP und SVP treten mit je sechs Kandidaten für zwölf Sitze an und hoffen auf den Kumuliereffekt: dass die Namen ihrer Kandidaten je doppelt aufgeführt werden.

CVP und FDP am ältesten

Altersmässig sind die CVP- und die FDP-Kandidaten mit genau 49 Jahren im Durchschnitt die ältesten, gefolgt von den Grünen (47) und der SVP (45). Die im Schnitt jüngste Delegation stellt dank den Juso-Vertretern die SP (41 Jahre). Die beiden jüngsten Stanser Kandidaten sind Jonas Zihlmann (Juso) und Christian Renggli (SVP). Die Älteste ist Liliane Bruggmann (SVP).

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