LANDRATSWAHLEN: Trend zur Parteitreue hält an

Bei den Parlamentswahlen im März sind weniger ungültige Stimmen als vor vier Jahren eingelegt worden. Gleichzeitig haben die Stimmenden erneut mehr unveränderte Listen eingeworfen. Dies geht aus der vom Kanton publizierten Statistik zur Wahl hervor.

Drucken
Teilen
Ein Stimmbürger wirft seinen Wahlzettel ein. (Symbolbild Remo Inderbitzin/Neue LZ)

Ein Stimmbürger wirft seinen Wahlzettel ein. (Symbolbild Remo Inderbitzin/Neue LZ)

Bei den Nidwaldner Landratswahlen 2014 gingen 14'651 gültige Stimmen ein, 395 oder 2,6 Prozent waren ungültig. Bei den Wahlen 2010 waren 14'897 Stimmen gültig und 754 oder 5,1 Prozent wurden für ungültig erklärt.

Da vor vier Jahren gleichzeitig mit den kantonalen Wahlen drei eidgenössische Vorlagen zur Abstimmung gelangten, vermutet die Staatskanzlei, dass es deshalb 2010 zu einer grösseren Verwirrung bei den Stimmbürgern gekommen war.

Gründe für ungültige Wahlzettel gab es auch in diesem Jahr mehrere. So wurden nicht amtliche Stimm- und Wahlzettel verwendet, die Zettel waren nicht von Hand ausgefüllt, der Wille des Stimmenden war nicht eindeutig erkennbar, es gab ehrverletzende Äusserungen auf den Papieren oder in einem Couvert befanden sich mehrere Stimm- und Wahlzettel auf einmal.

SVP mit am meisten unveränderten Wahlzetteln

Derweil setzte sich bei den Wählern ein Trend zu mehr Parteitreue in Sachen Wahlzetteln fort. Zu rund 39 Prozent wurden Parteilisten unverändert eingeworfen. 1986 waren es noch 12 Prozent.

37 Prozent der abgegebenen Listen wurden verändert (2010: 37 Prozent). 25 Prozent der abgegebenen Listen waren amtliche Wahlzettel. Am meisten unveränderte Wahlzettel verbuchte die SVP (62 Prozent), gefolgt von FDP (50,0), CVP (46,0), Grünen (45,0) und Juso (38,6).

Nidwalden wählte im März 2014 erstmals nach der Berechnungsmethode des Doppelten Pukelsheims. Das Wahlverfahren bildet die Wählerstärken genau im Parlament ab und benachteiligt die kleinen Parteien nicht mehr.

Die Linke ging bei den Landratswahlen denn auch als grosse Siegerin hervor. Insgesamt wuchs die linke Abordnung von 6 auf 11 Sitze. Die Grünen kommen im 60 Sitze umfassenden Parlament neu auf 8 Sitze. Sie gewannen somit 3 Mandate. Die SP legte um 2 Mandate auf 3 zu.

Dominierend bleiben die grossen drei bürgerlichen Parteien trotz Sitzverlusten. Die SVP ist wählerstärkste Partei, verlor aber 2 Mandate und kommt noch auf 17 Sitze. Gleich viele Sitze hat die CVP, die 1 Mandat verlor. Die FDP-Fraktion zählt noch 15 Mitglieder, 2 weniger als in der letzten Legislatur. Gemäss Statistik kam es bei den Wählerstärken an sich zu keinen grösseren Verschiebungen. (sda)