Nidwalden
Neuer Fuss- und Veloweg soll zwischen Oberdorf und Büren entstehen

Der Landrat hat die Regierung beauftragt, entlang der Kantonsstrasse zwischen Oberdorf und Büren einen kombinierten Fuss- und Veloweg zu planen.

Merken
Drucken
Teilen
Die Kantonsstrasse (Engelbergerstrasse) kurz vor Büren, an deren linkem Strassenrand der Velo- und Gehweg entstehen soll.

Die Kantonsstrasse (Engelbergerstrasse) kurz vor Büren, an deren linkem Strassenrand der Velo- und Gehweg entstehen soll.

Bild: Philipp Unterschütz (11. März 2020)

(sez) Ein neuer Fuss- und Veloweg soll Oberdorf und Büren miteinander verbinden. Nun liegt das generelle Projekt – in Form eines Vorprojektes – vor. Es versucht, ganz unterschiedliche Interessen unter einen Hut zu bringen und sei entsprechend ambitioniert. Alle vom Projekt Betroffenen können dazu bis zum 9. Juli Stellung nehmen. Dies teilt das Amt für Mobilität des Kantons Nidwalden mit.

Hauptziel des neuen Wegs sei die Schaffung einer attraktiven und schnellen Verbindung für Velofahrer und Fussgänger zwischen Oberdorf und Büren, denn die Velos würden nicht erst seit der Coronapandemie immer zahlreicher. Und sie würden dank E-Bikes auch immer schneller. Auch das Wandern sei bei der Bevölkerung wieder hoch im Kurs. Bislang werde vor allem im Freizeitverkehr der Dammweg entlang der Engelberger Aa genutzt. «Entsprechend kann es auch zu Konflikten zwischen den unterschiedlichen Nutzern kommen», schreibt das Amt.

Eine der letzten grossen Velonetzlücken wird geschlossen

Mit dem kombinierten Fuss- und Veloweg entlang der Kantonsstrasse soll insbesondere den Velofahrern im Alltagsverkehr eine Alternative geboten werden. Diese Verbindung schliesst eine der letzten grossen Lücken im kantonalen Velonetz. Auch für die Fussgänger werden die Verbesserungen erheblich sein: So soll insbesondere die Querung beim Wisstürli/Hostettli kurz vor dem Ortseingang Oberdorf durch eine Mittelinsel sicherer gemacht werden.

Für die Autofahrer wird diese wichtige Verbindungsstrasse ebenfalls aufgewertet. Vor allem der Abzweiger Richtung Stans wird durch eine Anpassung des Strassenraums sicherer. Die Schaffung respektive Verbesserung der Mittelinseln für die Querung von Velofahrenden und Fussgängern soll dabei helfen, heisst es in der Mitteilung.

Der Baudirektion sei bewusst, dass der Bau des Fuss- und Velowegs wertvolles Kulturland beansprucht. Entsprechend werde der Trennstreifen zwischen der Kantonsstrasse und dem neuen Weg nur einen halben Meter breit. Zudem werde im Bereich zwischen dem Ortsausgang Oberdorf und der Einmündung der Kantonsstrasse aus Stans das bestehende Trottoir abgebrochen und das Land wieder landwirtschaftlich nutzbar.

Schmutziges Strassenwasser wird künftig gereinigt

Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Projekts ist die fachgerechte Behandlung des Wassers, das bei Regen auf der Strasse anfällt. Dies ist ein wesentlicher Beitrag zum Umweltschutz, da die Strecke stark befahren und entsprechend auch das Abwasser der Strasse teilweise belastet ist. Das direkte Versickern von belastetem Wasser in den Boden ist aus Umweltschutzgründen nicht mehr zulässig. Das Wasser wird neu unter dem Fuss- und Veloweg in die Strassenabwasser-Behandlungsanlage (Saba) beim Flugplatz geleitet und dort aufbereitet. Das Projekt stiftet so einen zusätzlichen Nutzen.

Trotz der vielfältigen Anforderungen an das Projekt liegen die prognostizierten Baukosten für den Fuss- und Veloweg gemäss Mitteilung mit rund 2,5 Millionen Franken in der Grössenordnung vergleichbarer Projekte. Ein gewichtiger Kostenfaktor ist die neue Abwasserentsorgung (inkl. neuer Deckbelag) mit weiteren rund 2 Millionen Franken. Diese sei aufgrund neuer Umweltschutzbedingungen unumgänglich. Die Kombination beider Projekte bringe auch auf der Kostenseite Synergien. Insgesamt könne ein ausgewogenes Projekt mit einem guten Kosten-Nutzen-Verhältnis vorgelegt werden.

Die Einwendungen werden nach dem 9. Juli durch die Baudirektion geprüft, mit den Betroffenen wird nach einvernehmlichen Lösungen gesucht. Über nicht erledigte Einwendungen zum generellen Projekt entscheidet der Landrat. Dies wird voraussichtlich noch vor Ende Jahr der Fall sein.