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LAUSANNE / STANS: Todesschütze bleibt in geschlossener Einrichtung

Das Bundesgericht erachtet die Verlängerung der stationären Massnahme für einen 47-Jährigen als rechtens, der 2004 im Kanton Nidwalden einen Fasnächtler erschossen hatte. Der Mann war zu einer Freiheitsstrafe von 19 Jahren verurteilt worden.
Ein Nidwaldner erschoss einen ihm unbekannten Fasnächtler, berichtete unsere Zeitung 2004. Der getroffene Mann verstarb während des Flugs zum Spital. (Bild: Ausriss Neue Nidwaldner Zeitung)

Ein Nidwaldner erschoss einen ihm unbekannten Fasnächtler, berichtete unsere Zeitung 2004. Der getroffene Mann verstarb während des Flugs zum Spital. (Bild: Ausriss Neue Nidwaldner Zeitung)

Die Freiheitsstrafe wurde aber zugunsten der Massnahme aufgeschoben. Ohne Anlass hatte der Mann einem sich ausruhenden Fasnächtler im Bahnhofsbuffet Stans aus nächster Nähe in den Kopf geschossen. In zweiter Instanz wurde die 16-jährige Freiheitsstrafe und die Verwahrung in eine 19-jährige Strafe umgewandelt, diese jedoch aufgeschoben.

Gegen die vom Kantonsgericht Nidwalden angeordnete Verlängerung der stationären Massnahme legte der verurteilte Mörder Beschwerde ein. Diese wurde abgelehnt und der Beschluss der Vorinstanz vom Obergericht bestätigt.

Auch das Bundesgericht kommt nun zum Schluss, dass die Vorinstanzen die ärztlichen Entscheidgrundlagen sachlich und ausgewogen gewürdigt haben.

Der Gutachter kam zum Schluss, dass die Diagnose der dissozialen Persönlichkeitsstörung im eng strukturierten Rahmen des Massnahmenvollzugs zwar nicht mehr gestellt werden könne. Die Symptome der Störung könnten sich unter den gegebenen Umständen nicht mehr zeigen. Dies bedeutet für das Bundesgericht aber nicht, dass an der ursprünglichen Diagnose Zweifel bestehen.

Der Gutachter stuft den bisherigen Massnahmenverlauf als optimal ein, er befürwortet deshalb eine Weiterführung der Therapie. Diese Einschätzung deckt sich mit jener des Anstaltspsychiaters der stationären Einrichtung.

sda

Hinweis: Das Urteil in voller Länge »

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