LEBENSMITTELKONTROLLEN: Drohungen ans Laboratorium der Urkantone

Die Lebensmittelkontrollen des Laboratoriums der Urkantone scheinen nicht allen Personen zu passen. Immer wieder sehen sich Mitarbeiter des LdU mit teilweise massiven Drohungen konfrontiert.

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(Symbolbild Eveline Bachmann/Neue LZ)

(Symbolbild Eveline Bachmann/Neue LZ)

Es gehört zu den Aufgaben des Laboratoriums der Urschweiz (LdU), Lebensmittel bei ihrer Herstellung und Verarbeitung auf ihre Hygiene zu kontrollieren. Das Risiko, in einem Lebensmittelbetrieb in unserem Kontrollgebiet gesundheitsgefährdende Lebensmittel anzutreffen und daran zu erkranken, bleibt nach wie vor sehr gering, schreibt das LdU in seinem Jahrsbericht 2009. Dennoch wurden auch bei den Stichproben im vergangenen Jahr immer wieder Mängel bei der Hygiene der Lebensmittel festgestellt.

Sicherheitsmassnahmen getroffen
Mit den Ergebnissen der Lebensmittelkontrollen durch das LdU können sich allerdings nicht alle Personen anfreunden. «In vereinzelten Fällen sieht sich das LdU starken Drohungen ausgesetzt, die verschiedenste Mitarbeiter des Hauses tangieren», heisst es im Bericht der Interparlamentarischen Geschäftsprüfungskommission (IGPK) des LdU. In Zusammenarbeit mit der Polizei mussten deshalb eine Reihe von Sicherheitsmassnahmen getroffen werden. Solche Drohungen habe es bereits in früheren Jahren vereinzelt immer wieder gegeben, doch habe sich die Problemlage in den letzten Monaten noch verschärft, so die IGPK, welche die Entwicklung in den letzten Jahren als «sehr besorgniserregend» beurteilt.

«Nicht akzeptabel»
«Wenn einzelne Personen des LdU oder gar unbeteiligte Drittpersonen massiven Drohungen ausgesetzt sind, so stellt dies für die betroffenen Personen eine Zumutung dar», schreibt die IGPK. Als noch schwerwiegender erachtet die IGPK die mögliche Folge, dass durch das entstehende Klima ein rechtsfreier Raum entstehen könne. «Wenn Kontrollpersonen bei ihrer Tätigkeit einer konkreten Gefährdung von Leib und Leben ausgesetzt sind, so ist dies nicht akzeptabel.» Die IGPK richtet deshalb einen Appell an die Kantonsparlamente sowie an die breite Öffentlichkeit: «Gegenüber einem Klima von Drohungen an Leib und Leben soll unmissverständlich gezeigt werden, dass dies nicht toleriert wird.»

zim