LEHRERVERBAND: «Das braucht Nerven wie Drahtseile»

Der Lehrerverband setzt sich für das Wohl seiner Mitglieder ein. Da gibt es noch einiges zu tun. Volle Zustimmung erhält HarmoS.

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Beatrice Jann,
Bildungsdirektorin. (Bild Corinne Glanzmann/Neue NZ)

Beatrice Jann, Bildungsdirektorin. (Bild Corinne Glanzmann/Neue NZ)

Dieses Jahr war die Aula der Schulanlage Oberdorf Tagungsort des Lehrerinnen- und Lehrerverbandes. Die moderne Schulanlage, welche in den letzten Jahren erweitert und saniert wurde, animierte Präsident Otto Schlumpf zur Feststellung: «Es erstaunt, wie viele schöne Schulanlagen die Nidwaldner Gemeinden aufweisen, aber wie knauserig die Behörden sich jeweils bei Lohnfragen zeigen. Dabei sollten doch die Lehrerbefindlichkeit und die Schulinfrastruktur zusammen passen».

Dieser feine Seitenhieb wurde mit einem Schmunzeln aufgenommen. Den Lehrpersonen geht es ja nicht nur um die eigene Befindlichkeit, sondern vor allem um jene der Schulkinder. Dafür wird nicht nur in den Lektionen sondern für dessen Vorbereitung und der Nachbearbeitung gearbeitet. Im Jahresbericht wurde deshalb als positiv erwähnt, dass mit der neuen Lehrpersonalverordnung das Denken in Lektionen durch die Jahresarbeitszeit in 1907 Stunden, analog dem Staatspersonal, abgelöst wurde.

Verband für HarmoS
Der Lehrerverband steht hinter dem neuen Schulsystem HarmoS und unterstützt am 8. Februar 2009 an der Urne ein Ja. Der Vorstand selber arbeitet unter anderem an der Befindlichkeit der Lehrpersonen (Burnout und Frühpensionierung) wie auch dem Lehrermangel, der sich für die nächste Zukunft abzeichnet.

Bildungsdirektorin Beatrice Jann dankte den Lehrerinnen und Lehrern für ihren Einsatz. «Zusätzlich zum Tageswerk stehen Sie je länger je mehr im Rampenlicht der Politik.» Das brauche «Nerven wie Drahtseile» und wiederkehrenden Argumentationsbedarf in Hülle und Fülle brauche.

Werner Flury

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Nidwaldner Zeitung.