Leserbrief
Die Verantwortung will ich nicht tragen

Zur Abstimmung über die Grossmatt-Sanierung in Hergiswil am 7. März.

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Der Naturrasen in der Grossmatt muss saniert werden, dies steht ausser Frage. Auch soll der Sportplatz den aktuellen Bedingungen, welche für den Spielbetrieb des FC sowie der Nutzung von Schule und Vereinen notwendig sind, angepasst werden. Aber rechtfertigt dies einen Kunstrasen? Ein Kunstrasen, wie es das Wort schon sagt, ist nichts Natürliches, Nachwachsendes oder Ökologisches. Nebst den Tonnen von Plastik, welche die eigentliche Rasenfläche mit sich bringt, müssen jährlich mehrere Tonnen Plastikgranulat neu eingebracht werden.

Wenn wir beachten, dass ein Kunstrasen erfahrungsgemäss alle zwölf Jahre ersetzt werden muss, kann jeder die Hochrechnung selbst machen, welche Unmengen Sondermüll anfallen. Hinzu kommt die viel teurere Finanzierung des Kunstrasens, welche mit den Steuergeldern der Hergiswiler Bevölkerung bezahlt wird.

Ich bin mir bewusst, dass Naturrasen auch Pflege, Wasser und Gerätschaften benötigt, doch hält sich dies im Vergleich mit dem Kunstrasen in etwa die Waage. Mir liegen die Jugend und das Dorfleben sehr am Herzen. Gerade deshalb soll die Grossmatt weiterhin mit einem Naturrasen ausgestattet sein, damit die Vereine die bestmöglichen Bedingungen haben. Die Verantwortung für den ökologischen Fussabdruck dieses Projekts will ich als Bürger von Hergiswil nicht tragen.

Philipp Niederberger, Hergiswil