Leserbrief
«Eine so grosse Fläche mit Plastikrasen zu sanieren, ist ökologisch sinnlos»

Die Sanierung des Sportplatzes Grossmatt in Hergiswil ruft weitere Reaktionen hervor. Die «Nidwaldner Zeitung» hatte im Artikel «Wir fordern politisches Fair Play» vom 18. Februar darüber berichtet, heute Donnerstag sind bereits vier Leserbriefe zur Kunst-/Naturrasen-Diskussion erschienen.

Anna Wechsler-Blättler, Hergiswil
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Es geht um die Sanierung des Sportplatzes Grossmatt in Hergiswil.

Es geht um die Sanierung des Sportplatzes Grossmatt in Hergiswil.

Bild: Urs Hanhart (11. Februar 2021)

Der Fussballclub Hergiswil ist ein aktiver Verein. Viele Jugendliche dürfen von seinem Angebot profitieren. Die Sportplatzsanierung wird vom Steuergeld aller Hergiswiler finanziert und sollte somit für alle Sportarten der Bevölkerung zur Verfügung stehen. Die Schüler sollen verschiedenste Aktivitäten auf diesem Rasen ausprobieren dürfen. Auch ein traditionelles Schwingfest wäre leider kaum mehr durchzuführen, weil ein Kunstrasen verletzlich ist und die Reparaturkosten hoch wären. Ich bin überzeugt, dass die Sanierung mit Naturrasen für alle, für den FC und andere Sportbegeisterte, richtig ist.

Viele Punkte sprechen gegen einen Kunstrasen: Eine so grosse Fläche mit Plastikrasen zu sanieren, ist ökologisch sinnlos. In jedem Einkaufsladen wird der Plastik, vor allem die Plastiksäcke, reduziert und wird kostenpflichtig. Die natürlichen Grünflächen in Hergiswil verschwinden. In unserem Dorf haben wir bereits einen Kunstrasen. Unseren Steinibach versucht man, der Natur zurückzugeben, die Sportplatzsanierung mit einem Kunstrasen wäre dazu ein Widerspruch.

Ich erwarte von unserem Gemeinderat, dass die Fragen und Anliegen aller Hergiswiler Bürger ernst genommen werden. So wurden an der ersten Infoveranstaltung für die Anwohner Fragen nur belächelt, das bedaure ich sehr. Zudem war die Teilnehmerzahl an der Gemeindeversammlung im November 2020 wegen Corona gering. Auch ich blieb dieser Versammlung fern, aus Rücksicht gegenüber meinem Arbeitsplatz im Altersheim.

All diese Gründe bewegen mich ganz klar zu einem Nein am 7. März an der Urne!