Leserbrief
Lieber Warmzeit als Eiszeit

Zum Artikel «Regionale Politiker im Gespräch über die Nidwaldner Klimapolitik», Ausgabe vom 22. Mai

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Erinnert sich noch jemand? In den 70er-Jahren waren sich die Mehrheit der zuständigen Wissenschafter und die Medien einig, vor einer neuen Eiszeit zu stehen, weil die globalen Temperaturen zuvor gesunken waren. Grundsätzlich ist festzuhalten, dass in den letzten zwei Millionen Jahren die Erde grossmehrheitlich in Eiszeiten überfroren war. Warmzeiten waren im Vergleich dazu nur von kurzer Dauer und der Antrieb für Biodiversität und Artenexplosion. Ohne die heutzutage verpönten Treibhausgase in unserer Atmosphäre wäre die Erde eine Eiskugel.

Dass ich mit meinem historisch und wissenschaftlich korrekten Standpunkt in der Klimaarena im Zeitungsbericht als «Exot» betitelt werde, zeigt das Problem des heutigen «Meinungsklimas» auf. Von den Medien- und Meinungsmachern sowie von der nachplappernden Gesellschaft werden auch für wissenschaftliche Erkenntnisse nur noch engste Meinungskorridore zugelassen. Zum Glück ändert sich die Richtung der Meinungseinfalt so alle 30 bis 40 Jahre wieder.

Christoph Keller, Landrat SVP, Hergiswil