Leserbrief
Nein zur Mountainbike-Destination in Wolfenschiessen: Setzen wir unsere finanziellen Mittel gezielt für das allgemeine Wohl ein

Zur Abstimmung über die Mountainbike-Destination in Wolfenschiessen.

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An der Infoveranstaltung präsentierte der Gemeinderat sehr engagiert ein ambitioniertes Bike-Projekt – schon wieder. Leider schien er aber vergessen zu haben, dass die Bevölkerung sowie auch die Finanzkommission bereits vor einem Jahr ein klares Nein zum Bike-Projekt gesprochen hatten. Der damals vorgebrachte Kompromissvorschlag der CVP, ein redimensioniertes Projekt, kam für den Gemeinderat nicht in Frage, er wollte alles oder nichts.

Der CVP ist bewusst, dass der Tourismus ein wichtiger Zweig für unsere Region ist und dass das Biken einen grossen Zuwachs in der Coronazeit erfahren hat.

Das Bike-Projekt wurde zum Teil optimiert und Engelberg mit ins Boot geholt, doch die hohen Kosten von einer halben Million für Wolfenschiessen bleiben. Der CVP-Vorstand Wolfenschiessen fragt sich, ob das Bike-Projekt ein Pionier- oder ein fahrlässiges Risikoprojekt ist.

«Macht es Sinn, einem Projekt zuzustimmen, welches nur von einer Minderheit während ein paar Monaten genutzt werden kann?»

Sollen der nächsten Generation noch mehr Schulden hinterlassen werden oder wäre es nicht besser, die bescheidenen finanziellen Mittel im eigenen Dorf für die eigene Bevölkerung zu investieren?

Wie an der Strategiediskussion «Wolfenschiessen 2030» gesehen, sind noch viele andere Ideen vorhanden, wie zum Beispiel sicherere Schulwege für alle Kinder, ein Treffpunkt für Jugendliche, der Ersatzbau des Pfadiheims, eine Umfahrungsstrasse und so weiter.

Alles Projekte, die direkt der Wolfenschiesser Bevölkerung zugutekommen. Allerdings sind all diese Projekte, gemäss Aussage des Gemeinderates, in der Finanzstrategie der Gemeinde noch nicht enthalten. Die Finanzstrategie sieht für die nächsten Jahre keine grösseren Investitionsprojekte vor. Mit einem leeren Geldtopf kann aber ohnehin nichts von dem mehr umgesetzt werden.

Wolfenschiessen hat sich in den letzten Jahren zu einem familienfreundlichen und modernen Dorf entwickelt, weil wir ein intaktes Vereins- und Dorfleben haben. Tragen wir Sorge dazu und setzen unsere finanziellen Mittel gezielt für das allgemeine Wohl ein. Deswegen sagt der CVP-Vorstand Wolfenschiessen Nein zum Rahmenkredit und schliesst sich der Empfehlung der Finanzkommission an.

Martina Leu Niederberger und Sabina Knobel Niederberger

Co-Präsidentinnen CVP Wolfenschiessen