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Lob und Dank für eine schmucke Kapelle

Ob Wanderer, Spaziergänger oder Alpenfreunde auf der Klewenalp: Ihr Weg führt zur oder vorbei an der Kapelle. Am Sonntag wurde sie besonders bestaunt und besucht. Denn gefeiert wurde das 75-Jahr-Jubiläum.
Rosmarie Berlinger
Das 75-Jahr-Jubiläum der Einweihung der Kapelle zog zahlreiche Besucherinnen und Besucher auf die Klewenalp. (Bild: Rosmarie Berlinger (8. Juli 2018))

Das 75-Jahr-Jubiläum der Einweihung der Kapelle zog zahlreiche Besucherinnen und Besucher auf die Klewenalp. (Bild: Rosmarie Berlinger (8. Juli 2018))

Der Andrang an der Talstation in Beckenried zur Fahrt auf die Klewenalp war gross. Nicht allein, dass das herrliche Wetter zum Wandern in die Höhe einlud, vielmehr galt das Interesse der Bergkapelle. Hat der Besucher auf 1600 Meter Höhe erst mal die einmalige Aussicht auf den Vierwaldstättersee genossen, entdeckt er bei einem weiteren Blick die nahe gelegene Kapelle. Diese stand am Sonntag im Mittelpunkt einer grossen bunten Gottesdienstgemeinschaft. Um die 1000 Personen dürften es gewesen sein, verriet eine verantwortliche Person.

«Verbunden mit Dank, Hochachtung für eine grosse Leistung und Freude an dieser hübschen Kapelle, feiern wir heute deren 75. Geburtstag», hielt Heini Murer, Präsident des Kapellrats zu Beginn fest. Schon zum fünfzigjährigen Bestehen der Kapelle sei gefeiert worden, aber bescheiden, sagte er. Dies könne man heute bei diesem grossartigen Besucherinteresse wahrlich nicht mehr sagen, meinte er. Gefreut habe ihn auch, dass der Jodlerklub Wiesenberg den Jubiläumsgottesdienst mit klangvollen Juiz und Liedern begleitete. Perfekt zur Feststimmung passten die Alphornklänge von Vater und Tochter, Thomas und Corinne Odermatt. Bereits am frühen Morgen hatten die zwei beim AlpZmorge im Panorama-Restaurant und im Freien musiziert.

Ein Verein nahm den Bau der Kapelle an die Hand

Als Enkelin eines der ersten Kapellräte geradezu prädestiniert einen Rückblick auf die Geschichte der Kapelle zu halten, wandte sich Christine Amstad Zeier als Laudatorin an die Besucherinnen und Besucher. «Initianten und Erbauer haben vor rund 80 Jahren eine mutige Tat vollbracht», erklärte sie. Ab dem Jahr 1938 sei unter Älplern, Anwohnern, Vertretern der Geistlichkeit, Gemeindebehörden und der Luftseilbahngesellschaft allmählich der Plan gewachsen, eine Kapelle auf der Klewenalp zu bauen. Der Bischof von Chur sprach sich ebenfalls für die Kapelle aus unter der Voraussetzung, dass die Kirchgemeinde Beckenried nicht belastet werde, sondern ein Verein für alles Nötige besorgt sei. Auf Gesuch hin beschloss die Genossengemeinde 1941, für die Kapelle das nötige Bauland von 220 Quadratmeter auf dem Sunnigrainegg unentgeltlich zur Verfügung zu stellen. Bereits am 28. Dezember 1941 erfolgte die Gründung des Katholischen Kapellbauvereins Klewenalp.

Dem ersten Vorstand gehörten unter andern Josef Gander, Stans, Josef Käslin, Oberacheri, Beckenried, Bankverwalter Hermann Villiger sowie Major Eduard Amstad Beckenried an. Dieser wählte das Architekturbüro Theiler und Helber aus Luzern als Sieger für die Projektausführung. Die Gesamtkosten für die Ausführung in Beton und Bruchsteinverkleidung ohne Innenausstattung wurden auf 30 000 Franken berechnet.

75 Jahre alle Witterungen überstanden

Als am 11. Juli 1943 das schöne Werk eingeweiht wurde, sei nasskalter Nebel um den Klewen herum gestrichen. «Heute feiern wir den Festtag im Sonnenglanz», freute sich Christine Amstad. Die Kapelle stehe an exponierter Stelle, aber sie habe 75 Jahre alle Witterungen überstanden.

Schliesslich durfte Daniel Guillet, Pfarrer von Beckenried, anerkennend für die Pioniere, Erhalter und Spender der Kapelle, einen kurzen Gottesdienst feiern. Mit einem Volksapéro wurden alle in einen genüsslichen Alp-Sonntag entlassen.

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