Lösungssuche gegen Staus in Nidwalden beginnt

Der Kanton Nidwalden reagiert auf die Klagen aus den Gemeinden mit der Einsetzung einer Arbeitsgruppe.

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Eine der vielen Stausituationen beim Kreisel Stans-Süd. Bild: Manuela Jans-Koch (Stans, 11. August 2019)

Eine der vielen Stausituationen beim Kreisel Stans-Süd. Bild: Manuela Jans-Koch (Stans, 11. August 2019)

(sda) Eine Arbeitsgruppe soll bis Ende Jahr Lösungsansätze gegen die Staus und für die davon Betroffenen in den Gemeinden aufzeigen. Der Kanton reagiert mit dieser Massnahme auch auf Forderungen der Gemeinden Stansstad und Hergiswil. Der Task Force «Verkehrssituation Nidwalden» gehören die Gemeindepräsidenten von Hergiswil, Stansstad und Stans sowie Vertreter des Bundesamtes für Strassen Astra und des Kantons an, wie die Staatskanzlei gestern mitteilte. Im Herbst soll die Arbeitsgruppe erstmals tagen.

Die Kantonsregierung verspricht sich einerseits kurzfristige Verbesserungen. Denn Dosieranlagen, Hinweistafeln und verstärkte Radiomeldungen, die der Kanton in den Sommermonaten einsetzte, um eine Verlagerung des Verkehrs von der Autobahn A2 auf die Kantonsstrassen in Hergiswil, Stansstad und Stans zu verhindern, hätten das Problem nicht merklich entschärfen können. Der Lokalverkehr konnte sich zeitweise nur mit Zeiteinbussen vorwärtsbewegen.

Da die Sanierungsarbeiten auf der Autobahn in Hergiswil ein mehrjähriges Projekt sind und der Verkehr eher zu- als abnehmen dürfte, gehe man davon aus, dass sich Stausituationen bis zum Abschluss der Arbeiten wiederholen werden.

Weil mit dem Bypass in Luzern noch mehr Fahrzeuge über Nidwalden geschleust werden dürften, müsse die Arbeitsgruppe die Verkehrsströme und -zusammenhänge grossräumig analysieren, um daraus kantonsübergreifende Massnahmen abzuleiten und eine nachhaltige Behebung der Problematik herbeizuführen.