Löwengrube ist Heimat für Gewürze aus aller Welt

Die Stiftung Weidli in Stans hat ihre Gewürzabteilung an einen neuen Standort verlegt. Bis Ende Jahr sollen 20 Personen in der Löwengrube arbeiten.

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Gruppenleiter Alois Auer (hinten links) informiert über die Arbeit in der Werkstatt Löwengrube. Sitzend im Vordergrund: Toni Käslin (links) und Daniel Fuchs. (Bild: Richard Greuter / Neue NZ)

Gruppenleiter Alois Auer (hinten links) informiert über die Arbeit in der Werkstatt Löwengrube. Sitzend im Vordergrund: Toni Käslin (links) und Daniel Fuchs. (Bild: Richard Greuter / Neue NZ)

Am Produktionsstandort Löwengrube der Stiftung Weidli Stans an der Ennetmooserstrasse in Stans (ehemals Festungswachtkorps) riecht es fein: Im Gebäude wiegen 16 Personen mit einer Beeinträchtigung Gewürze aus Ländern wie Argentinien, Persien, Kanada oder Südamerika. Danach werden die Gewürze in Gläser gefüllt, verschweisst, mit Etiketten versehen und in Kartons verpackt. Derzeit werden 96 verschiedene Gewürzmischungen und Salze unter verschiedenen Marken abgefüllt. Hauptabnehmer ist der Coop, ein grosser Teil geht auch an Gastrobetriebe.

Innert vier Jahre hat die Stiftung Weidli die Abfüllmenge von 90'000 auf 400'000 Einheiten vervierfacht. Mit der Zeit wurden die Räume an der Buochserstrasse 9a zu klein, die Platzsituation prekär. «Wir mussten einen neuen Standort suchen», so Markus Knupp, Werkstattleiter der Stiftung Weidli Stans. «Der Raum musste genügend Platz für zeitgemässes Arbeiten aufweisen. Wichtig war für uns auch, dass er mit dem öffentlichen Verkehr erreichbar ist, damit die Mitarbeiter möglichst selbständig zur Arbeit gehen können. Zudem muss genügend Lagerplatz für die Rohmaterialien und Fertigprodukte sowie das Verpackungsmaterial vorhanden sein».

Gemeinsam mit den Verantwortlichen des Kantons wurde nun in den ehemaligen Räumen der Festungswächter, in der Stanser Löwengrube, eine Zwischenlösung gefunden. Nach einer Umbauzeit von knapp drei Monaten ist die Produktion am neuen Standort angelaufen. Bis Ende Jahr will die Stiftung vier weitere Menschen mit einer Beeinträchtigung anstellen.

pd/rem

Hinweis:
Weitere Infos zum Projekt auf www.weidli-stans.ch