LUFTSEILBAHN: Oberdorf investiert in die Zukunft

5,52 Millionen Franken hat die Luftseilbahn Dallenwil-Niederrickenbach in die Teilerneuerung der Anlage investiert. Der Kanton Nidwalden und die Gemeinde Oberdorf steuerten je 2 Millionen Franken bei.

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Die Luftseilbahn Dallenwil-Niederrickenbach im neuen Kleid. (Bild pd)

Die Luftseilbahn Dallenwil-Niederrickenbach im neuen Kleid. (Bild pd)

Die Luftseilbahn Dallenwil-Niederrickenbach (LDN) erhält mordernste Seilbahntechnik, heisst es in einer Medienmitteilung der LDN.

Wie Charly Käslin, Betriebsleiter der LDN, an der Medienkonferenz vom Donnerstag erläuterte, wurde «ein besonderes Augenmerk auf den unbegleiteten Betrieb der Luftseilbahn gelegt». Dies führte dazu, dass auch bei der Tal- und der Bergstation umfangreiche Umbauarbeiten ausgeführt werden mussten, heisst es weiter.

14 Personen mehr pro Stunde
«Nach Abschluss der Arbeiten können nun 235 Personen pro Stunde ohne Bahnbegleitung transportiert werden. Vor dem Umbau lag die Kapazitätsgrenze bei begleiteten Fahrten bei 221 Personen pro Stunde», so Käslin.

Neu würden laut Mitteilung auch so genannte «Pendelwächter» für eine erhöhte Sicherheit der Fahrgäste sorgen. Bei Windaufkommen und entsprechender Auspendelung der Seilbahnkabinen wird die Betriebsgeschwindigkeit automatisch reduziert, bei grosser Auspendelung der Kabinen werde die Fahrt sogar angehalten.

Den sanften Tourismus fördern
Die Wallfahrt und der Tourismus seien zwei wichtige Eckpfeiler der Luftseilbahn Dallenwil-Niederrickenbach, heisst es weiter. Der sanfte Tourismus solle denn auch in Zukunft gefördert werden.

«Es ist das erklärte Ziel unseres Unternehmens», so Josef Niederberger, Bahnverwalter der LDN, «mit gezielten, aber massvollen Massnahmen die Marke von 100'000 Frequenzen pro Jahr zu durchbrechen». Der Jahresdurchschnitt lag bislang bei 95'000 Frequenzen.

Zwölf Feuerstellen stehen zur Verfügung
Als eine der massvollen Massnahmen bezeichnet der Bahnverwalter laut Mitteilung die in jüngster Zeit realisierten und betreuten 12 Feuerstellen, welche Familien, Schulreisenden und Wanderern unentgeltlich zur Verfügung stehen.

«Ein zentrales Anliegen ist dabei auch die Unterstützung der Anstrengungen des Benediktinerinnenklosters», meint Josef Niederberger. «Die spirituellen Anlässe erfreuen sich einer steigenden Beliebtheit.»

Unterstützung durch öffentliche Hand
Diese Anstrengungen würden jedoch nicht ausreichen, um den Betrieb der Luftseilbahn selber zu finanzieren, wie Viktor Furrer, Verwaltungsratspräsident der LDN, laut Mitteilung erläutert. «Die LDN ist auf öffentliche Unterstützung angewiesen.»

Der Regierungsrat beantragte 2001 dem Landrat, die LDN als zusätzliche Linie des öffentlichen Verkehrs zu bezeichnen. Dies hat zur Folge, dass das Bahnunternehmen weiterhin auf die Abgeltung für den Leistungsauftrag zählen können. Derzeit seien dies 175'000 Franken pro Jahr.

Zwei Millionen Franken Unterstützung von Bund und Kanton
Weiter hält Furrer fest, dass die Teilerneuerung der Bahnanlage nicht zuletzt dank dem Investitionsdarlehen von 2 Millionen Franken von Bund und Kanton sowie dem zinslosen Darlehen der Gemeinde Oberdorf von
ebenfalls 2 Millionen Franken realisiert werden konnte.

Dies zeige, so Viktor Furrer, «dass die LDN in der Bevölkerung gut verankert ist und Ansehen geniesst».

Erschliessung von Wohn- und Tourismusgebiet
Die Luftseilbahn Dallenwil-Niederrickenbach ist der einzige Zubringer zum Weiler Niederrickenbach mit seinen 60 bis 70 Einwohnern. Neben diesem Erschliessungsauftrag leiste das Unternehmen einen wichtigen touristischen Beitrag, heisst es in der Mitteilung.

Gerhard Odermatt, Volkswirtschaftsdirektor des Kantons Nidwalden, wies an der Medienorientierung zur
Wiedereröffnung der LDN auf die grosse Bedeutung der Bahnunternehmung hin. «Touristische Anbieter wie die Luftseilbahn Dallenwil-Niederrickenbach nehmen im ganzen Gefüge dieses für den Kanton Nidwalden sehr bedeutsamen Wirtschaftszweiges eine
wichtige Rolle ein.»

«Eine Investition in die Zukunft»
Die finanzielle Beteiligung des Kantons Nidwalden werde vom Regierungsrat als Investition in die Zukunft betrachtet. «Denn die Region von Maria-Rickenbach hat im ganzen touristischen Umfeld gute Karten», ist Gerhard Odermatt überzeugt.

Dies nicht nur wegen der einmaligen Stille und der Natur, sondern auch wegen der guten Luft, heisst es. Der Volkswirtschaftsdirektor bezeichnete die Luftseilbahn gar als Tor zum kürzlich vorgestellten Naturparkprojekt Nidwalden/Uri/Engelberg.

ana