Luxusbau wird zum Multikulti-Haus

Die Seeresidenz Belvédère in Hergiswil zieht Käufer aus allen Herren Ländern an. Beim Seeuferzugang bestehen aber noch offene Fragen.

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So präsentiert sich der öffentliche Seezugang. (Bild: Kurt Liembd/Neue NZ)

So präsentiert sich der öffentliche Seezugang. (Bild: Kurt Liembd/Neue NZ)

Königreich Bahrain, Kasachstan, Holland, England, Italien, Schweiz: Das ist nicht die Gruppenauslosung für die nächste Fussball-WM. Aus diesen Ländern kommen die Eigentümer, die eine Luxuswohnung in der neuen Seeresidenz Belvédère in Hergiswil erworben haben. Insgesamt 40 Millionen Franken hat die Schmid Immobilien AG aus Ebikon in den Luxusbau direkt am See investiert.

Architektin war Gret Loewensberg, die Ehefrau von alt Bundesrat Moritz Leuenberger. Die Ausführung lag beim Architekten Niklaus Reinhard, dem Ex-Bauchef von Hergiswil und heutigen Landrat. Die günstigste Wohnung war mit über 2 Millionen ausgeschrieben, die teuerste kostet 4,3 Millionen. 11 von 14 Luxuswohnungen sind verkauft.

So präsentiert sich der öffentliche Seezugang. (Bild: Kurt Liembd/Neue NZ)

So präsentiert sich der öffentliche Seezugang. (Bild: Kurt Liembd/Neue NZ)

Der Luxusbau wurde von den Hergiswiler Behörden aber noch nicht abgenommen. Grund ist, dass der Seeuferzugang noch nicht geklärt ist. Gemäss Bau- und Zonenreglement der Gemeinde muss der Seeuferzugang öffentlich bleiben. Bauherr und Architekt haben jedoch den Uferbereich mit baulichen Massnahmen und Schikanen derart gestaltet, dass Fussgänger davon abgehalten werden.

Kurt Liembd

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