LUZERN / STANS: Petition fordert Bleiberecht für hungerstreikenden Iraner

Eine Petition mit 500 Unterschriften fordert vom Bund das Bleiberecht für einen iranischen Oppositionellen, der in seine Heimat zurückgeschafft werden soll. Der 36-Jährige sitzt in Stans in Haft und befindet sich seit Anfang Februar im Hungerstreik.

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Das Gefängnis in Stans. (Bild: Corinne Glanzmann (Stans, 5. November 2014))

Das Gefängnis in Stans. (Bild: Corinne Glanzmann (Stans, 5. November 2014))

Die Petition wurde am Donnerstag dem Staatssekretariat für Migration (SEM) überreicht, wie der Verein Asylnetz Luzern mitteilte. Die Organisation setzt sich für Asylsuchende und Menschen in der Nothilfe ein. Das SEM bestätigte auf Anfrage die Übergabe der Petition, äusserte sich aber aus Gründen des Daten- und Persönlichkeitsschutzes nicht zum Fall.

Laut dem Asylnetz ist das Leben des kurdischstämmigen Politikers im Iran in Gefahr. Dieser sei nach mehreren Tötungsversuchen durch das iranische Militär im irakischen Exil nach Zentraleuropa geflüchtet und habe 2010 in der Schweiz Asyl beantragt, teilte es mit. Nach fünf Jahren sei sein Antrag abgelehnt worden. Nun sitze er im Gefängnis in Stans in Ausschaffungshaft.

Der Mann protestiert laut Mitteilung seit dem 5. Februar mit einem Hungerstreik gegen seine Ausschaffung. Er nehme lediglich Wasser zu sich, sein Gesundheitszustand sei zunehmend kritisch, heisst es in der Mitteilung weiter.

Der Iraner gehört laut Mitteilung der Komala-Partei an. Die Kurden-Gruppe setzt sich für die Autonomie der Kurden ein. Mehrere Mitglieder wurden in der Vergangenheit im Iran wegen Terrorismus-Verdachts festgenommen.

sda/red