Mario Röthlisberger: «Ich habe noch einige Projekte»

Wir sprachen mit Mario Röthlisberger über seine sieben Jahre an der Spitze der Jungen CVP und über seine Zukunft.

Kurt Liembd
Merken
Drucken
Teilen
Mario Röthlisberger. (Bild: Kurt Liembd, Büren, 5. April 2019)

Mario Röthlisberger. (Bild: Kurt Liembd, Büren, 5. April 2019)

Sie sind erst 26 Jahre alt und treten bereits zurück als Präsident der Jungen CVP Nidwalden. Weshalb?

Mario Röthlisberger: Nach sieben Jahren in diesem Amt ist es der richtige Zeitpunkt, die Partei neuen Kräften mit neuen Ideen zu übergeben.

Bedeutet Ihr Rücktritt auch ein Rücktritt von der Politik?

Keineswegs. Ich bin ja immer noch im Vorstand der CVP Nidwalden sowie in der Schul- und Jugendkommission Ennetbürgen. Man wird bestimmt wieder von mir hören.

Mit welchen Gefühlen blicken Sie zurück?

Ich bin glücklich und zufrieden, so lange Teil einer tollen Mannschaft gewesen zu sein, welche die Anliegen der jungen Generation in unserem Kanton vertritt.

Sie sind bereits mit 16 Jahren der CVP beigetreten. Weshalb gerade einer Partei, die bei Teenagern nicht gerade als «sexy» gilt?

Weil mir die CVP politisch am besten entspricht. Sie ist eine lösungsorientierte, staatstragende Partei.

Ist eine Partei wie die CVP, die auf einem religiösen Fundament basiert, im 21. Jahrhundert überhaupt noch zeitgemäss und berechtigt?

Die christlichen Werte sind zeitlos und daher auch immer zeitgemäss. Und berechtigt sind sie sowieso.

Weshalb braucht Nidwalden auch weiterhin eine Junge CVP?

Damit wir Jungen in der Politik gehört werden und unsere Bedürfnisse wahrgenommen werden.

Gesamtschweizerisch verzeichnet die CVP in den letzten 30 Jahren einen steten Niedergang. Schlägt das nicht auf Ihre Motivation?

Ganz im Gegenteil: Gerade dies betrachte ich als Herausforderung und umso mehr bin motiviert.

Wie nützen Sie inskünftig die freie Zeit, die Sie bisher in die Junge CVP investierten?

Ich habe beruflich, privat und politisch noch einige Projekte. Langweilig wird es mir bestimmt nicht.