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Mathetests in Ob- und Nidwalden: «Das bereitet mir grosse Sorgen»

Wie schlau sind die Schüler in der Schweiz? Der Bund wollte es genau wissen. Ob- und Nidwaldner Schüler schneiden vor allem bei den Mathetests nicht sonderlich gut ab.
Matthias Stadler
Ob- und Nidwaldner Schülerinnen und Schüler schneiden bei einem nationalen Test durchschnittlich ab. (Symbolbild: Pius Amrein)

Ob- und Nidwaldner Schülerinnen und Schüler schneiden bei einem nationalen Test durchschnittlich ab. (Symbolbild: Pius Amrein)

Die Nachricht hat wohl den einen oder anderen Lehrer aufgeschreckt. Am vergangenen Freitag veröffentlichte die Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) die Ergebnisse zu den Grundkompetenzen der Schweizer Schüler. Zum ersten Mal überhaupt wurden die Kompetenzen in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch in einer solchen Studie überprüft (Ausgabe vom vergangenen Samstag). Dass die Schüler im eigenen Kanton bei dieser Erhebung doch nicht ganz so gut wegkommen wie erhofft, kann durchaus wachrütteln.

Ob- und Nidwaldner Schüler schneiden in den Resultaten nicht sonderlich gut ab. 59 Prozent von ihnen erreichten bei der Mathematik die von der EDK definierten Grundkompetenzen. Der Durchschnitt liegt bei 62 Prozent. Der Nidwaldner Bildungsdirektor Res Schmid kommentiert das in einer Mitteilung des Kantons: «Wir sind froh, mit den Leistungen unserer Schülerinnen und Schüler nicht aus dem Rahmen zu fallen, wollen diese jedoch längerfristig klar verbessern.» Insbesondere der Umstand, dass am Ende der Schulzeit nur gerade 23 Prozent der Schüler im schwächeren Niveau B die Grundanforderungen erfüllen, bereite ihm grosse Sorgen.

Anzahl Mathelektionen erhöht

Der Kanton Obwalden nimmt in einer Mitteilung ebenfalls Stellung: Die Ergebnisse würden zeigen, dass der Entscheid zur Erhöhung der Anzahl Mathematiklektionen notwendig und richtig gewesen sei. Dies im Hinblick darauf, dass die Überprüfung der Grundkompetenzen bereits im Jahr 2016 durchgeführt wurden, die neue Stundentafel im Kanton Obwalden aber erst im Schuljahr 2017/18 eingeführt wurde. Dabei wurde in der 7. bis 9. Klasse eine Lektion mehr Mathe pro Woche eingeführt. «Aufgrund der Wichtigkeit der Mathematik für den schulischen und beruflichen Erfolg müssen die Ergebnisse nun weiter analysiert und mögliche Ursachen für die Resultate erörtert werden», schreibt das Bildungs- und Kulturdepartement weiter.

Ähnlich argumentieren die Nidwaldner Kollegen. Bildungsdirektor Res Schmid erwartet aufgrund der angepassten Stundentafel, dass «die Ergebnisse insbesondere in Mathematik künftig besser ausfallen werden».

Die Überprüfung beinhaltete auch die Kompetenzen in Deutsch und Englisch. Hier halten die Ob- und Nidwaldner Schüler mit ihren Kollegen aus anderen Kantonen mit. Die Leistungen der Nidwaldner Sechstklässler in Deutschlesen beispielsweise liegen laut dem Kanton mit 89 Prozent um ein Prozent über dem Schnitt (Obwalden ebenfalls 89 Prozent). Das gilt mit 85 Prozent ebenso für die Rechtschreibung (Obwalden: 83 Prozent). Allgemein falle hier auf, dass die Grundkompetenzen von den Mädchen um rund zehn Prozentpunkte besser erfüllt werden als von den Knaben, schreibt die Nidwaldner Bildungsdirektion weiter.

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