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Mehlschwalben brauchen in Ob- und Nidwalden Hilfe

Mehlschwalben haben es schwer in der Schweiz, auch in unserer Region nehmen die Bestände ab. Die IG Haubenmeise sucht deshalb geeignete Standorte für Nisthilfen.
Mehlschwalbe bei einer Beringungsaktion. (Bild: Corinne Glanzmann (4. September 2010))

Mehlschwalbe bei einer Beringungsaktion. (Bild: Corinne Glanzmann (4. September 2010))

(pd/unp) Die Mehlschwalbe wird in der Schweiz seit 2010 als gefährdete Art eingestuft. Auch in Unter-walden gehen die Bestände seit Jahrzehnten kontinuierlich zurück. Die IG Haubenmeise, eine Untergruppe von Pro Natura Unterwalden, stärkt seit 2012 mit künstlichen Nisthilfen gezielt den Bestand der Mehlschwalben. Sie sucht weiterhin geeignete Standorte für solche Nisthilfen in Unterwalden.

Mehlschwalben bauen ihre Nester bevorzugt an den Aussenfassaden von Gebäuden. Diese Nähe zum Menschen wird ihnen aber immer häufiger zum Verhängnis. Um Kotverschmutzungen an Fassaden zu verhindern, werden die Naturnester an Wohnhäusern häufig zerstört. Auch bei Hausrenovationen oder beim Abriss bestehender Gebäude verschwinden häufig einzelne Mehlschwalbennester oder gar ganze Kolonien mit vielen Nestern. Zudem hat diese Schwalbenart bei modernen Bauten, welche glatte Fassaden und keine Dachvorsprünge haben, kaum Möglichkeiten, geeignete Neststandorte zu finden. Weil auch Naturwege und offene Böden in unserer Kulturlandschaft immer seltener werden, finden Mehlschwalben immer weniger Material wie Lehm für den Nestbau.

Geeignete Nistplätze in Unterwalden gesucht

Viele Mehlschwalben leben bei uns auf Bauernhöfen, wo häufig noch ausreichend Nistmaterial vorkommt. Landwirte können zudem darauf achten, lehmige Stellen auf ihren Höfen offen zu halten. Wo geeignetes Nistmaterial selten geworden ist, kann die als Frühlingsbotin und Glücksbringerin bezeichnete Mehlschwalbe durch künstliche Nisthilfen gefördert werden. Zur Verbesserung des Nistplatzangebotes können Starthilfen für den Nestbau oder Kunstnester angebracht werden. Um der Verschmutzung von Hausfassaden vorzubeugen, können Kotbretter unterhalb der Nisthilfen befestigt werden. Die IG Haubenmeise versucht seit 2010 die Brutmöglichkeiten der Mehlschwalbe anhand von künstlichen Nisthilfen zu verbessern. Sie berät auch dieses Jahr Interessierte kostenlos über geeignete Standorte und Montage der Nisthilfen.

Wer Mehlschwalben beobachten und fördern möchte, kann sich wenden an: Kaspar Windlin, Feldornithologe, 079 209 26 51 oder info@zimmerei-windlin.ch.

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