Mehr Unfälle unter Alkoholeinfluss

Keine Todesopfer, weniger Verletzte, mehr Unfälle: Die Verkehrsunfall-Statistik 2010 des Kantons Nidwalden hat Sonnen- aber auch Schattenseiten. Besonders negativ fällt die Zunahme der Unfälle unter Alkoholeinfluss auf.

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Bild: Kurt Liembd/Neue NZ

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Gegenüber dem Jahr 2009 erhöhten sich die registrierten Verkehrsunfälle um 3 Prozent, schreibt die Justiz- und Polizeidirektion des Kantons Nidwalden in einer Mitteilung zur Verkehrsunfall-Statistik 2010. Die Unfallzahlen lägen aber um 10 Prozent unter dem Durchschnitt der letzten 10 Jahre.

Keine Toten, weniger Verletzte

Bereits zum siebten Mal seit 1948 (Beginn der statistischen Verkehrsunfall-Erfassung) mussten keine Todesopfer beklagt werden. Weiter rückläufig sei zudem die Zahl der Verletzten (Rückgang 98 auf 86). Bei den Schwerverletzten war eine leichte Zunahme von 3 Personen zu verzeichnen. Seit dem Jahre 1954 mussten noch nie so wenige Verletzte registriert werden.

Mehr Unfälle mit Alkoholisierten

Bild: Kurt Liembd/Neue NZ

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Hauptursache beim direkten Einfluss des Lenkers oder der Lenkerin waren wiederum Unaufmerksamkeit und Ablenkung (53 Prozent). Bei 26 Prozent der Unfälle waren bei den Beteiligten Alkohol, Drogen/Medikamente oder Übermüdung die Ursache. Die Zahl der Unfallbeteiligten, welche unter Alkoholeinfluss standen, nahm von 15 auf 25 zu. In 74 Fällen war das Nichtanpassen der Geschwindigkeit an die Strassen-, Sicht- und Verkehrsverhältnisse und das Überschreiten der Höchstgeschwindigkeit die Ursache.

Die meisten Unfälle in Stans und Hergiswil

Im April und im Juni wurden mit je 28 am meisten und im September mit 11 am wenigsten Unfälle registriert. Unfallträchtigster Wochentag war der Samstag mit 42 Unfällen. Zwischen 17 und 18 Uhr ereigneten sich die meisten Unfälle.
Eine Zunahmen zwischen 1 und 27 Unfällen registrierte man in den Gemeinden Ennetmoos, Oberdorf, Dallenwil und Hergiswil. Nach wie vor geschehen in den Gemeinden Stans und Hergiswil die meisten Unfälle. Mit 10 Unfällen war der Bereich Km 101, Autobahn A2, Hergiswil, Richtung Norden die unfallträchtigste Stelle.

pd/bep