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Melk Imboden zeigt in Buochs moderne Kunst

Wer kennt ihn nicht in Nidwalden? Melk Imboden zeigt für einmal nicht seine weltbekannten Fotografien, sondern ganz aktuell moderne Malerei der letzten 12 Monate.
Kurt Liembd
Melchior Imboden in der Ausstellung im Kulturraum Buochs. (Bild: Kurt Liembd (Buochs, 4. November 2018))

Melchior Imboden in der Ausstellung im Kulturraum Buochs. (Bild: Kurt Liembd (Buochs, 4. November 2018))

Es muss schon ein besonderes Ereignis vorliegen, wenn in einem beschaulichen Dorf wie Buochs über 200 Personen an die Vernissage einer lokalen Kunstausstellung pilgern. Lokal ist aber nur der Ausstellungsort, die beiden Künstler hingegen sind national und gar international ausgerichtet. Es sind dies Melchior Imboden (62), in Nidwalden besser bekannt als Melk Imboden, und seine Lebenspartnerin Fabienne Lalaus, Künstlerin aus Strassburg (F) und aufgewachsen auf der Karibikinsel Martinique.

Melk Imboden – allein schon der Name gilt heute als Markenzeichen schlechthin. Seine Fotografien aus aller Welt wecken Fernweh und Abenteuerlust, aber auch Heimatgefühle. In der Schweiz bekannt wurde Imboden vor allem durch seine «Nidwaldner Gesichter 1992», aber auch durch sein plakatgestalterisches Werk, welches auf wichtigen Plakatausstellungen auf der halben Welt ausgezeichnet wurde.

Imboden unterrichtet an Hochschulen

Melk Imboden ist in vielen Bereichen zu Hause – Kunst, Design und Fotografie. Heute unterrichtet er an verschiedenen Hochschulen in der Schweiz und wurde schon zu unzähligen Gastvorträgen und Workshops auf der ganzen Welt eingeladen. Melk Imboden überrascht in der Ausstellung in Buochs mit malerischen Arbeiten, die alle im Verlaufe dieses Jahres entstanden sind. Dass er für einmal «nur» Malerei ausstellt, war für einige Vernissage-Besucher etwas überraschend.

Es handelt sich um moderne zeitgenössische Kunst, in Anlehnung an den russischen Konstruktivismus, aber ganz auf «Imboden-Art». «Melk Imboden versteht sein Schaffen nicht als Stil, sondern als schöpferische Methode, die von der Funktion des Herzustellenden ausgeht und Material und Form dieser Funktion unterordnet», sagte Hannes Stöckli in seiner Laudatio. Stöckli, der als Dozent für Grafik in Luzern wirkt, über die modernen Bilder: «Mit ihnen lernt man die Welt sehen, indem man die Welt nicht neu erfindet, das braucht man auch nicht, weil diese Formen ja existieren, sondern die Welt auf eine andere Art sichtbar machen.»

Professionell dabei ist der passende Passepartout zu jedem Bild – das ist jene Kartonumrahmung, die es ermöglicht, dass die Betrachtung intensiver auf das Kunstwerk fällt. Ins Auge stechen dabei die geometrischen Formen und Farben. Dazu Hannes Stöckli: «Melk setzt die Fantasie mit der bildlichen Realität in Verbindung auf der Suche nach der Erkenntnis, die über das, was im Alltagsleben an der Oberfläche greifbar ist, hinausweist.»

Lobende Worte gab’s von den Besuchern auch für die Skulpturen von Fabienne Lalaus. So sagte Laudator Stöckli: «Fabienne ist es gelungen, mit ihren Skulpturen als Spiel mit den Formen und Materialien wie Terracotta und Gips ihre karibische Herkunft einzufangen.» Was ihn an ihren «afrikanischen Plastiken» so sehr beeindrucke, liege an ihrer unbändigen Kraft, an der Suggestivität und der Fremdheit des nicht-individuellen Ausdrucks, so Hannes Stöckli.

Dabei entdeckt man auch Parallelen zwischen den Bildern von Imboden und den Skulpturen von Lalaus. So kann der Besucher sowohl bei den Bildern wie bei den Skulpturen Dinge wahrnehmen, die ausserhalb unserer normalen Reichweite liegen. Und wer Melk Imboden und Fabienne Lalaus nur schon persönlich kennt, nimmt ihnen diese Wirkung und Tiefsinnigkeit in ihrer Kunst voll ab.

Die Kunstausstellung dauert bis 18. November, im Kulturraum am Seeplatz 10 in Buochs. Öffnungszeiten: freitags, 16 bis 19.30 Uhr, samstags 11 bis 19.30 Uhr, sonntags 11 bis 19.30 Uhr.

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