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Miss Zentralschweiz aus Stans auf der heimischen Theaterbühne

Im Chäslager tritt Petra Effinger mit dem Stück «Social Reality» als Schauspielerin vors heimische Publikum. Vielen dürfte die Nidwaldnerin als amtierende Miss Zentralschweiz bereits ein Begriff sein.
Romano Cuonz
Erfüllt sich mit ihrem Auftritt vor heimischem Publikum einen Wunsch: Petra Effinger. (Bild: Romano Cuonz (Stans, 10. Dezember 2018))

Erfüllt sich mit ihrem Auftritt vor heimischem Publikum einen Wunsch: Petra Effinger. (Bild: Romano Cuonz (Stans, 10. Dezember 2018))

«Schauspielern heisst, dass man weder lügt noch wirklich die Wahrheit spricht», erklärt die 26-jährige Nidwaldnerin Petra Effinger. Und sie freut sich schon darauf, diesen Donnerstag im altehrwürdigen Chäslager genau diesem selber kreierten Bonmot Nachdruck zu verleihen. Petra Effinger tritt nämlich zusammen mit Autor Simon Keller im Zweipersonenstück «Social Reality» auf. Die beiden spielen ein zeitgenössisches Drama über die Liebe, Besitzansprüche, Eifersucht und Betrug. Und all dies stets im Zusammenhang mit sozialen Medien. Anders gesagt: Die Ausgangslage dieses Stückes, in dem das Handy wichtiger wird als das Gegenüber, könne mit den Worten «Vergeben an Facebook und Instagram» umschrieben werden. Indessen: Als Zaungäste im Schlafzimmer von Sandra und David erhält das Publikum auch manchen Einblick in alte Konflikte, die sie so niemals erwartet hätten. Spannend auf jeden Fall, was da der von Film und Bühne bestens bekannte Zürcher Regisseur Peter Holliger in Szene setzt und der Berner Gilles Marti musikalisch untermalt.

Von der Partynudel-Rolle zur Schauspiel-Schule

Die noch junge Karriere der Nidwaldnerin Petra Effinger als Model und Schauspielerin verläuft so ganz anders, als man es schlechthin erwarten würde. Zuerst absolviert die Frau bei der Gemeinde Hergiswil eine kaufmännische Lehre. Und als Kauffrau arbeitet sie vorerst auch in der «Krone» Kerns. In all diesen Jahren steht sie nur ein einziges Mal auf der Bühne. «Im Jungmannschafts-Theater Hergiswil durfte ich eine Partynudel spielen», lacht sie. Dieser eine Auftritt aber habe ihr genügt, um klar zu erkennen, dass Theaterspielen ihr eigentlich viel mehr Freude bereitet als Schreibtischarbeit. «Anstatt nur davon zu träumen, suchte ich nach einer Möglichkeit, Schauspielkunst von der Pike auf zu erlernen», erinnert sich Petra Effinger. Dafür sei sie sogar zu einer Gastfamilie nach Berlin gezogen. «In der dortigen ‹Schauspielfabrik› habe ich vieles gelernt.» Auch seien erste kleine Auftritte möglich geworden. «Indem ich alles ein wenig ausprobieren durfte, kam ich zur Überzeugung, dass ich auf dem richtigen Weg war», hält die heute in Stans lebende Akteurin fest. Die eigentliche Lehre als professionelle Schauspielerin aber nahm Effinger vor drei Jahren an der European Film Actor School (EFAS) in Zürich in Angriff. «Dass ich dort auf Anhieb eine Chance bekam, war fantastisch», freut sie sich noch heute. Und die 26-Jährige erzählt: «Wie ich als eher aufgestellte, gesellige Person in August Strindbergs Tragödie das herrische und doch depressive Fräulein Julie spielte, bewegte mich über die Bühne hinaus bis in mein Privatleben.» Das sei der Punkt gewesen, wo sie eine sehr wichtige Erkenntnis gewonnen habe: «Man muss in eine Rolle hineinschlüpfen können, aber ebenso wichtig ist, dass man sich niemals zu sehr damit identifiziert.»

Petra Effinger steht gemeinsam mit Simon Keller als Paar auf der Bühne. (Bild: PD)

Petra Effinger steht gemeinsam mit Simon Keller als Paar auf der Bühne. (Bild: PD)

Sie liebäugelt mit Rolle in einer TV-Serie

Seit Oktober hat Petra Effinger ihr Diplom als Schauspielerin in der Hand. Aber noch etwas, das sie nicht unbedingt planen konnte, kam ihr sehr willkommen: Sie setzte sich im April bei den Miss-Zentralschweiz-Wahlen gegen neun andere Finalistinnen durch. «Vielleicht hilft mir dieser Titel, meine Karriere als Model und später vor der Filmkamera anzukurbeln», hofft sie nun. Jedenfalls erschien sie schon bald einmal bei Werbespots der Postfinance! «Mein Ziel ist es, Rollen bei der einen oder andern Vorabendserie im Fernsehen zu erhalten, damit ich zu regelmässigen Auftritten komme», lässt sie durchblicken.

Auch Theater spielen möchte Effinger weiterhin, auch wenn sie sich eher nicht auf ganz grossen Bühnen sieht. Illusionen macht sich die Akteurin trotz ihres steten Aufstiegs nicht. «Auch wenn ich ganz genau weiss, dass man sich im Schauspielberuf oft durchkämpfen und immer wieder von vorne beginnen muss, verfolge ich keinen Plan B», versichert sie. Meint dann aber doch: «Dass ich zuvor Kauffrau gelernt habe, gibt mir die nötige Sicherheit für alle Fälle.»

Chäslager Stans: «Social Reality» mit Simon Keller und Petra Effinger: Donnerstag, 13. Dezember, 20 Uhr. www.social-reality.ch

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