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Mit dem Musikverein Buochs ab auf die Inseln

Jeder braucht bekanntlich seine Insel. Der Musikverein Buochs weckte nicht nur Feriengefühle, sondern beleuchtete im Jahreskonzert auch die mystische und geheimnisvolle Seite des Insellebens.
Kurt Liembd
Der Musikverein Buochs an seinem Jahreskonzert. (Bild: Kurt Liembd, Buochs, 24. November 2018)

Der Musikverein Buochs an seinem Jahreskonzert. (Bild: Kurt Liembd, Buochs, 24. November 2018)

Der Musikverein Buochs ist in bester Verfassung, wie die beiden Aufführungen des Jahreskonzertes in der vollen Breitlihalle bewiesen. Diese allgemeine Feststellung ist auch von grosser Bedeutung im Hinblick auf das 125-Jahr-Jubiläum im Jahr 2019. Der gegenwärtige Höhenflug des Vereins zeugt nicht nur von guter Vereinsführung unter Präsident Isidor Wyrsch, sondern trägt die Handschrift von Marcel Krummenacher, der das Musikkorps seit 14 Jahren dirigiert. «Wir sind sehr stolz, einen so tollen Dirigenten zu haben und freuen uns auf viele weitere Jahre mit ihm», heisst es Vereinsheft und auf der Website wird er mit Attributen beschrieben wie «musikalisch, sympathisch, kollegial».

Dass Krummenacher «ganz Mensch» ist, bewies er bereits mit der Programmauswahl unter dem Motto «Ab auf die Insel». Denn wer an Inseln denkt, kriegt oft auch Fernweh. Andererseits haben Inseln auch ihre dunklen Seiten, sind mystisch oder haben etwas Einengendes. All das hat der Musikverein fantastisch umgesetzt.

Bereits mit dem Eröffnungswerk «Atlantis» von Alexander Reuber über die sagenumwobene Insel, die dem Mythos nach innerhalb eines Tages im Meer versunken sein soll, entführte das Musikkorps in eine märchenhafte Klangwelt. Dazu bei trug auch das exzellente Flötensolo von Evi Liem. Nicht minder märchenhaft erklang «Treasure Island», ein Werk über den Abenteuerroman «Die Schatzinsel» vom zeitgenössischen Komponisten Bert Appermont. In «Madagascar» vom deutschen Filmkomponisten Hans Zimmer bewiesen die über 40 Musikanten, dass es auf der riesigen Insel vor Afrika anders klingt als in heimischen Sphären, und brillierten mit einer spannenden Darbietung dieser fröhlichen, bisweilen auch tiefsinnigen und melancholischen Musik.

Von Japan über Irland nach Kuba

Unter Verwendung eines japanischen Volksliedes erklang «March-Bou-Shu», dirigiert von Vize-Dirigent Daniel Gander. Da das Werk ganz verschiedene Interpretationen zulässt, war es für den Vize-Dirigenten eine anspruchsvolle Aufgabe, die er mit Bravour gelöst hat. Faszinierende Klänge kamen auch von der fiktiven Insel «Isla Nublar», wo der Klassikers Jurassic-Park spielt mit Musik von John Williams. Dass irische Musik eine eigene Kultur ist, bewiesen die Buochser mit dem traditionellen «A Taste Of Ireland» auf faszinierende Art.

Kaum ein anderes Land hat so viele Musikstile hervorgebracht wie Kuba. In diesem Sound wuchsen die Musikanten über sich hinaus und lösten beim Publikum viel Begeisterung aus.

Mit originellen und humorvollen Ansagen führte Othmar Portmann durch den genussreichen Konzertabend. Dass in Buochs der Musiknachwuchs nicht weit weg ist, bewiesen die Vorträge der Jungmusik Buochs-Ennetbürgen unter der Leitung von Marcel Krummenacher und Olivia Rava. Die über 40 Jugendlichen präsentierten eingängige Weltmusik wie «In 80 Tagen um die Welt», ein Medley aus «Anatevka» und sogar ein jiddisches Volkslied. Auch optisch gab es etwas zu bestaunen, denn die jungen Musikanten traten erstmals in ihren neuen Gilets auf.

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