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Mit Oberdorf will siebte Nidwaldner Gemeinde die Schulsozialarbeit einführen

Sechs Gemeinden haben eine Sozialarbeit. Nun will auch Oberdorf nachziehen. Der Schulrat spricht von einer guten Investition, welche längerfristig Kosten einsparen soll.
Matthias Piazza
Die Schulsozialarbeit in Oberdorf soll professionalisiert werden. (Symbolbild: Pius Amrein)

Die Schulsozialarbeit in Oberdorf soll professionalisiert werden. (Symbolbild: Pius Amrein)

In Beckenried, Buochs, Ennetbürgen, Hergiswil, Stans und Stansstad ist die Institution teilweise schon seit mehreren Jahren etabliert und ein fester Bestandteil des Schulbetriebes. Auf das Schuljahr 2019/20 will nun auch die Oberdorfer Schulgemeinde für ihre rund 360 Schüler eine Schulsozialarbeit einführen. Der Schulrat beantragt dafür an der kommenden Schulgemeindeversammlung vom 21. November einen jährlichen Betrag von 82'920 Franken für ein 60-Prozent-Pensum.

Die Schulsozialarbeit als eigenständige Fach- und Beratungsstelle im Schulhaus soll als Anlaufstelle für Schüler, Eltern und Lehrer bei sozialen Fragen und Problemen in der Schule und in der Familie dienen. «Die Bandbreite ist gross, sie reicht von Mobbing unter Schülern bis hin zu familiären Notfällen», umreisst Schulpräsidentin Silvia Daucourt das Aufgabengebiet.

Allerdings soll die Fachperson nicht erst eingreifen, wenn ein Problem bereits entstanden ist. «Wir stellen uns vor, dass die Schulsozialarbeit auch präventiv wirkt und auftretende Probleme frühzeitig erkennt.» Bisher hätte eine solche Institution gefehlt. Marino Bosoppi-Langenauer, der Gemeindeleiter der Kapellgemeinde Büren, und der schulische Heilpädagoge hätten bisher einen Teil dieser Aufgaben abgedeckt. «Doch ist dies auf Dauer eine unbefriedigende Lösung. Die Ressourcen fehlten und es waren Feuerwehrübungen nötig. Wir möchten eine effizientere, professionellere Lösung», begründet die Schulpräsidentin den Schritt.

Die jährlichen Kosten von rund 83'000 Franken seien gut investiertes Geld, ist Silvia Daucourt überzeugt. «Längerfristig sparen wir Geld, wenn wir mit der Schulsozialarbeit verhindern, dass ein Kind in ein Heim muss oder später als Erwachsener zum Sozialfall wird.»

Die Investition sei auch mit Blick auf das Budget verkraftbar, das auch für 2019 positiv abschliesst. Bei einem Aufwand von 7,2 und einem Ertrag von 7,9 Millionen Franken resultiert für 2019 ein Ertragsüberschuss von rund 755'000 Franken. «Ähnlich hohe Steuererträge erwarten wir auch für die kommenden Jahre. Und Steuern sind eben unsere wichtigste Einnahmequelle», erklärt Silvia Daucourt. Apropos Steuerfuss: Dieser soll wegen der rosigen Aussichten um 0,25 auf 1,55 Einheiten gesenkt werden.

Politische Gemeinde will Steuern erhöhen

Anders präsentieren sich die Zahlen bei der politischen Gemeinde Oberdorf. Für 2019 ist ein Ausgabenüberschuss von rund 254'000 Franken vorgesehen, dies bei einem Aufwand von rund 3,4 und einem Ertrag von etwa 3,1 Millionen Franken. Zu Buche schlagen Investitionen in der Höhe von rund einer Million Franken. So werden für 2019 rund 250'000 Franken an die Sanierung des Knotens Büren vorgesehen und 400'000 Franken für den Ausbau eines 200 Meter langen Abschnittes auf der Kantonsstrasse mit Abzweigung in die Schulhausstrasse.

Der Steuerfuss soll um 0,1 auf 0,45 Einheiten erhöht werden. «Den Schritt erachten wir als notwendig und auch vertretbar, zumal der Bürger ja wegen der Steuersenkung der Schulgemeinde unter dem Strich nicht mehr, sondern weniger Steuern zahlen muss», relativiert Finanzchef Christof Gerig.

Gemeindeversammlung: Mittwoch, 21. November, 19.30 Uhr, in der Aula des Schulhauses Oberdorf.

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