Obwaldnerin mit unbestechlichem Blick in Stansstad

Die Obwaldner Künstlerin Doris Windlin stellt ab Samstag in der Sust aus. In der Ausstellung «Überall zu Hause» zeigt sie unter anderem eine Auswahl von Landschaftsbildern.

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Ein Werk von Doris Windlin. (Bild: PD)

Ein Werk von Doris Windlin. (Bild: PD)

Die gebürtige Obwaldnerin Künstlerin Doris Windlin (Jahrgang 1968) wohnt in Tschechien und hält sich gelegentlich in Sarnen auf. Sie ist laut einer Mitteilung eine vitale Person. Und so sei auch ihre Kunst: voller Farben, mit dem Blick für das grosse Ganze und mit der Liebe zum Detail, mit einer freien Pinselführung, die an Impressionisten erinnert und mit einer grossen Empathie für die Menschen. Gerne halte sie sich an belebten Plätzen auf, wo sie bei jedem Wetter vor der Staffelei sitze und Ölbilder male.

Im Dachstock der Sust in Stansstad zeigt Doris Windlin ab Samstag eine Auswahl von Landschaftsbildern, die sie an verschiedenen Orten der Welt gemalt hat. Immer wieder verweist die Künstlerin dabei auf ihr grosses Vorbild Paul Cézanne. So wie der Franzose den Montagne Saint-Victoire bei Aix-en-Provence zu einem seiner Lieblingssujets machte, hat auch Doris Windlin mit dem Stará hora (alter Weinberg) in Tschechien ihren Lieblingsberg gefunden.

Ein anderes Genre, das die nachdenkliche, stille Seite der Künstlerin zum Ausdruck bringt, sind die zahlreichen Selbstporträts. Doris Windlin tut sich nach eigener Aussage schwer damit, sich selbst zu porträtieren. Aber auch hier fühle sie sich ihrem Grundsatz verpflichtet, mit unbestechlichem Blick genau zu beobachten und das Gesehene – in diesem Fall sich selbst – mit grösstmöglicher Ehrlichkeit auf der Leinwand festzuhalten.

Kunsthistorikerin spricht am Sonntag

Am kommenden Sonntag und am 11. November spricht ausserdem die Kunsthistorikerin Christiane Kutra-Hauri zwischen 9.30 und 10.30 in der Sust zum «Beginn des malerischen Sehens im 19. Jahrhundert». (pd/mst)

Ausstellung «Überall zu Hause»: 27. Oktober–18. November. Vernissage: Samstag, 27. Oktober, 17 Uhr Öffnungszeiten: samstags, 14–18 Uhr; sonntags, 11–17 Uhr; am 1. November geöffnet.