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Kleine Auslastung: Theatergesellschaft Stans zieht Konsequenzen

Die letzte Produktion in Stans stiess auf wenig Resonanz. Dafür freut man sich auf neue Produktionen im nächsten Jahr.
Der neu zusammengesetzte Vorstand (von links): Freddy Businger, Nina Huser, Roger von Büren, Nadia Würsch, Raphaela Leuthold, Daniela Bättig Hildenbrand und Othmar Kayser. (Bild: pd)

Der neu zusammengesetzte Vorstand (von links): Freddy Businger, Nina Huser, Roger von Büren, Nadia Würsch, Raphaela Leuthold, Daniela Bättig Hildenbrand und Othmar Kayser. (Bild: pd)

Es war sommerlich-schwül, als Präsident Freddy Businger um 17 Uhr die jüngste Generalversammlung eröffnete. Für einige Mitglieder war der kurzatmige Treppenaufstieg unter das Dach des Literaturhauses eine echte Herausforderung, sodass die präsidialen Vorbemerkungen und das Traktandum «Wahl der Stimmenzähler» bei diesen als wohltuenden Einstieg empfunden wurde, gewissermassen als körperliche Erholung, die zur Normalisierung des stark pulsierenden Herzschlages führte.

Nicht mehr mit dieser Regisseurin

Seit sehr langer Zeit sei «Der Robbenkönig» die Produktion mit dem deutlich wenigsten Zuschauerzuspruch gewesen, war an dieser jüngsten Generalversammlung zu erfahren. Mit gerade nur 63 Prozent Auslastung sei die Resonanz beim Publikum sehr bescheiden gewesen. Das Auswertungsgespräch mit der Regisseurin Annina Dullin habe stattgefunden und man werde kurz- und mittelfristig vorläufig nicht mehr zusammenarbeiten. Nichtsdestotrotz habe die Produktion trotz weniger Eintritte und trotz weniger Beizenbesucher finanziell einen kleinen Gewinn erwirtschaftet.

Sonst aber herrschte eine locker-aufgeräumte Stimmung, ein völlig entspanntes Ambiente angesichts dessen, dass gemäss Traktandenliste keine heftig umstrittenen Geschäfte zu erwarten waren. Man freute sich ganz einfach auf eine vorwiegend informative und gleichzeitig speditive Vereinsversammlung. Und es war insgesamt eine «scheene» Versammlung, ruhig, problemlos, in Minne und in aller Freundschaft, mit viel ehrlichem und verdientem Applaus.Psychologisch sehr geschickt nahm der Präsident vorab die positiven Argumente der letzten Produktion auf, um anschliessend die weniger erfreulichen Aspekte anzusprechen.

Szene aus "Der Robbenkönig". Im Bild (von links) Dr. Steiner (Pia Murer), Anna (Patricia Niederberger), Albert Müller (Dr Burkart). (Bild: Emanuel Wallimann/PD)

Szene aus "Der Robbenkönig". Im Bild (von links) Dr. Steiner (Pia Murer), Anna (Patricia Niederberger), Albert Müller (Dr Burkart). (Bild: Emanuel Wallimann/PD)

Er erwähnte die hervorragende schauspielerische Leistung aller Akteure auf der Bühne, das so einfache und doch so multifunktionale Bühnenbild, die Maskenarbeit, das Lichtdesign, die passenden Kostüme, die Arbeit am Text und die aussergewöhnlich gute Stimmung bei allen Mitwirkenden, denen man für ihre selbstlose Mitarbeit nicht genug zu danken habe. Einen ganz besonderen Dank richtete der Präsident an die Adresse der Produktionsverantwortlichen Raphaela Leuthold und Pia Murer.

Nina Huser präsentierte die Erfolgsrechnung und Bilanz und konnte trotz Mehraufwendungen im Posthorn von einem erfreulichen Gewinn berichten. Zu diesem Gewinn hätten im Besonderen zwei unerwartete Vermächtnisse in beträchtlicher Höhe beigetragen. Nina Huser wurde für zwei Jahre im Amt bestätigt, die Vorstandsmitglieder Jozef Lauwers und Albert Müller wurden sympathisch und empathisch verabschiedet und im wahrsten Sinne des Wortes mit Geschenken überschüttet. Anstelle der scheidenden Vorstände werden Daniela Bättig und Nadja Würsch für die kommenden zwei Jahre den Vorstand komplettieren. Der Mitgliederbestand wurde um 14 Aufnahmen erweitert, damit beträgt er mittlerweile 286 Vereinsangehörige.

Den verstorbenen Mitgliedern Adalbert Vokinger, der unglaubliche 72 Jahre der TGS treu verbunden war, und Diego Wyrsch, der bis zuletzt die TGS als Sponsor unterstützte, wurde mit einer Schweigeminute gedacht. Vorstandsmitglied Othmar Kayser informierte kompetent und umfassend über den Stand der Arbeiten beim Posthorn und dem Theater und die Neugestaltung der Gartenanlage, die zu finanziellen Mehraufwendungen in vertretbarem Rahmen geführt haben. Die geplante Bauzeit werde eingehalten und per 1. Juli werde das Posthorn neue Mieter haben.

Zwei Theaterpremieren

«Little Shop of Horrors»: Raphaela Leuthold informierte über das Musical, das am 19. Januar 2019 auf der Stanser Bühne Première feiern wird. Bis Ende März folgen 18 weitere Aufführungen. Musik, Gesang und Spiel seien eine echte Herausforderung für alle Beteiligten. Die Hauptverantwortlichen (Regie: Bettina Dietterle; musikalische Leitung: Urs Ehrenzeller; Vocalcoach: Stefan Wieland, Bühnenbild: David Leuthold) seien sich dessen bewusst.

«Der Selbstmörder» von Nikolai R. Erdman wird das Stück der Zweitproduktion sein. Die Première findet am 25. Mai 2019 statt mit weiteren acht Aufführungen. Claudia Bühlmann, eine Luzernerin, die in Wien lebt und arbeitet, wird Regie führen. Franz Odermatt übernimmt die Produktionsleitung und Marcel Büchel hat bereits als Verantwortlicher für die Raumgestaltung zugesagt.

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