Moster gibt in Oberdorf Einblick in sein Innerstes

Wie entsteht eigentlich der berühmte «Migi-Moscht»? Am Samstag lädt Getränke Lussi zur Besichtigung des neuen Produktionsstandortes. Auch fünf weitere Betriebe an der Aawasserstrasse öffnen ihre Türen weit.

Matthias Piazza
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Die stellvertretende Geschäftsführerin Alexandra Lussi und Bruno Christen, Leiter Aussendienst, im Hochregallager des Produktionsgebäudes. (Bild: Matthias Piazza (Oberdorf, 17. September 2018))

Die stellvertretende Geschäftsführerin Alexandra Lussi und Bruno Christen, Leiter Aussendienst, im Hochregallager des Produktionsgebäudes. (Bild: Matthias Piazza (Oberdorf, 17. September 2018))

Der Traktor mit Anhänger fährt an und kippt seine Ladung Äpfel in die Siloöffnung am Boden. Damit verschwinden die Äpfel aus dem Blickfeld der Aussenstehenden. Der ganze Produktionsprozess auf dem Weg bis zum fertigen «Migi-Moscht» findet im Verborgenen statt – im Produktionsgebäude der Getränke Lussi AG in Oberdorf. Am Samstag wird der Schleier gelüftet. Es gibt Einblick in die Getränkeproduktion. «Die Leute fragen uns immer wieder, was wir in diesem grossen neuen Gebäude alles machen, wie wir Bier, Most und Schnaps herstellen. Sie baten uns, einmal einen Blick hinter die Kulissen werfen zu dürfen, um eine bessere Vorstellung von der Produktion erhalten zu können», begründet Bruno Christen, Leiter Aussendienst der Lussi Getränke AG, den Tag der offenen Türen.

Dass man den Einblick in den Betrieb und die Neueröffnung des neuen Standorts in Oberdorf rund ein Jahr nach Inbetriebnahme abhält, hat vor allem saisonale Gründe, wie die stellvertretende Geschäftsführerin Alexandra Lussi erklärt. «Kinder trinken gerne Süssmost. Darum wollten wir unbedingt die Mostsaison abwarten.»

So entstehen die hauseigenen Biere

Action gibt’s ab 13 Uhr im Erdgeschoss, wenn die Äpfel und Birnen im Eiltempo durch die Anlage zur Presse geführt werden. Beeindruckend auch die riesigen Tanks, in denen das flüssige Endprodukt Most gelagert wird. Fast schwindelig könnte es einem beim Anblick des Hochregallagers werden. Ein vollautomatischer Stapler befördert wie von Geisterhand Waren in bis 20 Meter Höhe. Sperrangelweit offen sind die Türen auch zur Schnapsbrennerei und zur Abfüllanlage.

Schon ab 10 Uhr kann man dem Bierbrauer über die Schultern schauen und mitverfolgen, wie in den zwei riesigen Sudkesseln in acht Stunden die hauseigenen Biere entstehen, die diesen Sommer auf grosse Nachfrage stiessen. Alles andere als eine trockene Angelegenheit, wie Alexandra Lussi versichert. «Der Duft des Bieres wird sich im ganzen Gebäude verbreiten.»

Hereinspaziert heisst es nicht nur bei Lussi Getränke, sondern im ganzen Gewerbegebiet an der Aawasserstrasse. Auch fünf weitere Firmen geben Einblicke in ihre Tätigkeiten. «Der gemeinsame Tag der offenen Türen ist eine gute Gelegenheit, der Bevölkerung das vielseitige Gewerbe an der Aawasserstrasse näherzubringen», begründet Alexandra Lussi den firmenübergreifenden Anlass, an dem etwa 1000 Leute erwartet werden.

Tag der offenen Türen im Gewerbegebiet Aawasserstrasse. Samstag, 22. September, 10 bis 16 Uhr.