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MOUNTAINMAN: «Wir müssen kämpfen»

Das vierte Mal findet am Samstag der Bergmarathon zwischen Titlis und Pilatus statt. Neu zählt er zur Schweizer Meisterschaft.
Interview Kurt Liembd
OK-Präsident Florian Spichtig. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue NZ)

OK-Präsident Florian Spichtig. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue NZ)

Florian Spichtig, haben Sie und das OK alles im Griff?

Florian Spichtig: Wir sind voll auf Kurs. Die Telefone laufen heiss, die Streckenchefs sind schon die ganze Woche am Markieren, Verpflegungsposten, Sanitätsmaterial, Werbebanner werden verteilt, und die Teilnehmer sind am Anreisen.

Die diesjährige Austragung ist die erste offizielle Schweizer Meisterschaft für Trail-Running des Schweizerischen Leichtathletikverbandes. Bringt das spezielle Anforderungen?

Spichtig: Die Zusammenarbeit mit Swiss Athletics war bisher hervorragend, und mit Bruno Kunz haben wir einen offiziellen und kompetenten Mann vor Ort, der den Wettkampf begleitet. Wir können unsere ersten Erfahrungen mit der Schweizer Meisterschaft sammeln im Bewusstsein, dass der Mountainman dafür ideale Strukturen bietet. Auch das Schweizer Fernsehen zeigt Interesse am Lauf.

Gibt es dieses Jahr Änderungen bezüglich Streckenverlauf?

Spichtig: Die Ultra-Strecke über 80 Kilometer und die Halbmarathonstrecke bleiben gleich. Der Start des Marathons musste wegen der Schliessung der Luftseilbahn aufs Schönbüel nach Giswil verschoben werden. Neu wird auf der Vorderen Brosmatt gestartet mit traumhafter Aussicht.

Weshalb wurden die Stafetten abgeschafft, also die Aufteilung der Strecke auf zwei oder vier Personen?

Spichtig: Die Abschaffung wurde von vielen Teams bedauert. Der logistische Aufwand war aber schlicht erdrückend. Als Alternative bieten wir seit letztem Jahr den Halbmarathon an, damit auch weniger trainierte Läufer teilnehmen können. Das Schönste ist eh der Zieleinlauf auf dem Pilatus.

Hat die neue Sportart langfristig Zukunft? Immerhin stagnieren die Teilnehmerzahlen und sind im Vergleich zu Städtemarathons bescheiden.

Spichtig: Der Laufsport ist weltweit die grösste Sportart. Trail Running ist dabei der neue Begriff für Querfeldein und Cross. Es basiert auf einer uralten Vergangenheit, denn Laufen ist die älteste Sportart der Welt. Und die wird es immer geben. Dass die Teilnehmerzahlen stagnieren, liegt nicht an einer Abnahme der Teilnehmenden, sondern an einem Überangebot an Laufveranstaltungen.

Wie entwickelt sich der Mountainman aus finanzieller Sicht? Dieses Jahr fallen ja die kantonalen Subventionen aus Ob- und Nidwalden weg?

Spichtig: Wir müssen kämpfen, damit wir die Ausgaben wieder reinholen können. Reich wird da ganz sicher niemand bei uns. Hingegen sind wir auf das starke Engagement unserer Sponsoren und die Unterstützung unserer Transportpartner angewiesen. Und ohne die 150 freiwilligen Helfer ginge es gar nicht.

Wird es also auch 2014 und später einen Mountainman geben?

Spichtig: Im Moment kann ich dazu noch keine Aussagen machen. Wir leben gewissermassen von der Hand in den Mund. Doch bekanntlich ist der Mountainman konditionell extrem stark ... (lacht).

80 Kilometer über die Berge rennen: Ist das noch Sport, oder grenzt das an Schädigung des Körpers?

Spichtig: Unsere Läufer und Läuferinnen gehen nicht unvorbereitet an den Start. Viele trainieren das ganze Jahr spezifisch auf diesen Lauf. Entsprechend hatten wir in den letzten Jahren keine ernsten Verletzungen zu beklagen. Gewisse Läufer haben mir schon erzählt, dass sie am andern Tage schon wieder um den Sarnersee gejoggt sind.

Welche Tipps geben Sie den Zuschauern? Wo können sie das Rennen am besten verfolgen?

Spichtig: Kommt ans Ziel auf dem Pilatus, wo dieses Jahr Geschichte geschrieben wird. Wir werden den ersten Schweizer Meister und die erste Schweizer Meisterin feiern. Oder geht auf die Strecke und unterstützt die Läufer rufend oder massierend. Die Hilfsbereitschaft der Wanderer auf der Mountainman-Strecke ist fast legendär.

Sie sind Präsident der neu gegründeten Obwalden Tourismus AG. Sind Anlässe wie der Mountainman auch geeignet, den Tourismus zu fördern?

Spichtig: Die Förderung des Tourismus in Obwalden ist ein primäres Ziel des Anlasses. Läufer nutzen nicht nur während des Anlasses unsere Infrastruktur, sondern kommen auch vor- und nachher zu uns auf Besuch. Ein wichtiger Pfeiler von Obwalden Tourismus wird auch in Zukunft der Sporttourismus sein.

Florian Spichtig, 38, Gemeinderat in Sachseln und Präsident von Obwalden Tourismus, ist OK-Präsident des Mountainman

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