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NACHGEFRAGT: Wie kam das Darlehen für die Bergbahnen Beckenried-Emmetten an?

Am 26. November stimmen die Emmetter über ein Darlehen von 500000 Franken für die Bergbahnen Beckenried-Emmetten AG ab. Die Genossenkorporation Emmetten befindet an ihrer Versammlung vom 17. November über ein Darlehen in der Höhe von 200'000 Franken.
Matthias Piazza
Der Emmetter Gemeindepräsident Toni Mathis. (Bild: PD)

Der Emmetter Gemeindepräsident Toni Mathis. (Bild: PD)

Am Donnerstag informierten die beiden Körperschaften über die Vorlage – zwei Tage, nachdem Gemeinde und Korporation Beckenried ebenfalls über ihre geplanten Darlehen von 0,75 und 0,55 Millionen informiert hatten (Ausgabe von gestern). Emmettens Gemeindepräsident Toni Mathis war an beiden Anlässen.

Toni Mathis, wie stark bewegte die Leute das Thema?

Das Interesse war gross. Mit rund 80 bis 100 Personen war die Veranstaltung in Emmetten wesentlich besser besucht als eine Gemeindeversammlung.

In Beckenried wurde keine Kritik laut. Wie reagierten die Emmetter auf die geplanten Darlehen?

Es gab schon kritische Wortmeldungen und Fragen. Sie drehten sich etwa darum, ob die Bahn aus früheren Fehlern gelernt habe. Angesprochen wurde insbesondere das Gastronomiekonzept. Da darf ich aber sagen, dass der Verwaltungsrat sich bereits an die Arbeit gemacht hat.

Warum soll die öffentliche Hand einer Bergbahn finanziell unter die Arme greifen?

Die Bergbahn Beckenried-Emmetten AG ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und Arbeitgeber. Sie bringt viele Leute in die Region. Die Dienstleistungsbetriebe, insbesondere die Gastrobetriebe in der Region, profitieren davon. Der Dorfladen beispielsweise würde ohne die Bahn kaum mit diesen Öffnungszeiten existieren. Die Gemeinde kann sich das Darlehen von einer halben Million Franken auch leisten, da sie es bei der Bank für unter 1 Prozent aufnimmt, den Bergbahnen zu 2 Prozent verleiht und ab 2022 in sechs jährlichen Raten zurückbekommt.

Interview: Matthias Piazza

matthias.piazza@nidwaldnerzeitung.ch

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